
Neue Zahlen alarmieren
Raucher leiden häufiger an ernster Erkrankung als angenommen
24.01.2026 – 07:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine große Studie zeigt: Rauchen wirkt sich auf den Körper in vielfältiger Weise aus – und das nicht nur körperlich.
Rauchen schadet nicht nur Herz und Lunge, sondern offenbar auch der seelischen Gesundheit. Eine deutsche Bevölkerungsstudie macht deutlich: Menschen, die rauchen oder früher geraucht haben, leiden häufiger an Depressionen. Gleichzeitig liefern die Daten eine positive Botschaft: Ein Rauchstopp senkt das Risiko erheblich.
Forscher unter Leitung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim haben erstmals innerhalb der sogenannten Nako-Gesundheitsstudie den Zusammenhang zwischen Zigarettenkonsum und Depressionen bestätigt. Die Ergebnisse zeigen, dass Depressionen im Laufe des Lebens bei aktuellen und ehemaligen Rauchern häufiger auftreten als bei Menschen, die nie geraucht haben.
Für die Analyse wertete das Forschungsteam Daten von 173.890 Teilnehmern im Alter zwischen 19 und 72 Jahren aus, etwa die Hälfte davon waren Frauen. In Interviews und standardisierten Fragebögen machten die Probanden Angaben zu ärztlich diagnostizierten Depressionen, aktuellen depressiven Symptomen, ihrem Lebensumfeld und ihrem Rauchverhalten.
Die Forscher teilten die Teilnehmer dann in drei Gruppen ein:
Zusätzlich erfasste das Team, wann die Betroffenen mit dem Rauchen begonnen hatten, wie viele Zigaretten sie pro Tag konsumierten und – bei ehemaligen Rauchern – wie lange der Rauchstopp zurücklag.
Die Auswertungen zeigen, dass Depressionen über die Lebenszeit bei Rauchern und Ex-Rauchern deutlich häufiger vorkommen als bei Nie-Rauchern. Besonders ausgeprägt war dieser Unterschied in den Altersgruppen zwischen 40 und 59 Jahren. Das deutet darauf hin, dass neben sozialen Faktoren auch zeitliche Effekte eine Rolle spielen.











