
Nach Insolvenz
Kult-Club vor Rückkehr – an einem dieser beiden Orte
29.01.2026 – 02:40 UhrLesedauer: 1 Min.
Drei Monate nach dem Aus gibt es neue Hoffnung für das „SchwuZ“. Der Verein hat zwei mögliche Locations besichtigt. Wann eine Entscheidung fällt, ist offen.
Der queere Berliner Club „SchwuZ“ könnte zurückkehren. Knapp drei Monate nach dem endgültigen Aus am Rollberg in Neukölln arbeitet der Verein an einem Neustart. „Dass das SchwuZ wieder kommen wird, steht für mich außer Frage“, sagt Stefan Fuerst vom Vereinsvorstand dem „Tagesspiegel“.
Der Verein hat bereits zwei mögliche Standorte besichtigt: die Busche am Warschauer Platz in Friedrichshain und Räumlichkeiten in Mitte. Die Busche ähnele vom Aufbau dem alten „SchwuZ“ am Mehringdamm, so Fuerst. „Entschieden ist bislang nichts“, betont er. Der Verein sei offen für weitere Vorschläge.
Kurz nach der Abschlussparty habe sich eine Gruppe von vier langjährigen Stammgästen gemeldet, die das „SchwuZ“ unterstützen wolle. Seither habe es bereits zwei Mitgliederversammlungen gegeben. Ein Neustart werde Geld kosten, das der Verein allein nicht stemmen könne.
Das Scheitern am Rollberg führt der Vorstand auf einen zu großen Verwaltungsapparat und zu hohe Personalkosten zurück. Der Verein hofft auf politische Unterstützung, etwa von Wirtschaftsstaatssekretär Michael Biel.
Das SchwuZ war fast 50 Jahre lang eine Institution in Berlins queerer Szene. Im Oktober musste der Club nach gescheitertem Insolvenzverfahren schließen.










