
Der 1. FC Köln erkämpft sich in Bremen einen wichtigen Punkt. Doch die Leistung der ersten Halbzeit darf nicht ignoriert werden. Sie ist eine Warnung.
Ein Blick auf die Bundesliga-Tabelle zeigt den 1. FC Köln komfortabel für einen Aufsteiger mit 15 Punkten aus zwölf Spielen im Mittelfeld. Die Abstiegsränge sind weiterhin weit weg. Der Punktgewinn in Bremen verhalf den Geißböcken zwar nicht zum großen Sprung, aber gab nach zwei Niederlagen in Folge wieder Selbstvertrauen.
Das können sie eben, die Kölner: Zum dritten Mal in dieser Saison verhinderte die Mannschaft von Lukas Kwasniok mit viel Elan und Moral eine dritte Pleite in Serie. Das ist eine Qualität, die im Liga-Alltag für viel Ruhe sorgen kann. Zumal nun im nächsten Heimspiel der FC St. Pauli nach Müngersdorf kommt und der FC auf Sieg spielen will.
Doch gerade mit Blick auf die nächste Partie muss der FC gehörig aufpassen. Denn die Leistung in Bremen war in Teilen besorgniserregend. Die Wahrheit lautet: Die ersten 45 Minuten hatten mit Bundesliga-Fußball nichts zu tun. Es war einzig der Bremer Harmlosigkeit vor dem Kölner Tor geschuldet, dass der FC überhaupt noch einmal ins Spiel zurückfinden konnte.
Schwache Zweikämpfe, fehlende Disziplin in den Laufwegen, technische Fehler: Der FC stand nach 45 Minuten bei 3:9 Torschüssen, nur 42 Prozent gewonnener Zweikämpfe und nur einer einzigen Flanke in den gegnerischen Strafraum bei nur einer einzigen Torchance durch Said El Mala. Eine Halbzeit, die Trainer Lukas Kwasniok hinterher „vogelwild“ nannte und für die er ein „Energie- und Zugriffsproblem“ erkannt hatte.
Genau diese Energie muss der FC gegen St. Pauli wiederfinden und die Ursachen für den Totalausfall in Halbzeit eins in Bremen beheben. Andernfalls könnte es für die Kölner gegen die Jungs vom Millerntor zu einem bösen Erwachen kommen. In jedem Fall ist die Leistung eine Warnung, dass es auf Bundesliga-Niveau so nicht funktionieren kann. Glücklicherweise haben die Geißböcke bereits vielfach in dieser Saison gezeigt, dass sie sehr wohl wissen, wie es richtig geht.










