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Home » Protokoll der „Retter“ enthüllt das Desaster an Bord
Panorama

Protokoll der „Retter“ enthüllt das Desaster an Bord

By zeit-heute.deMai 24, 20262 Mins Read
Protokoll der „Retter“ enthüllt das Desaster an Bord
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Vor der Abreise habe das Team die längsten verfügbaren Edelstahlstifte gekauft (rund 7,5 Zentimeter) lang. Während der Anbringung habe sich jedoch herausgestellt, dass Timmys Rückenflosse in den meisten Bereichen zu dick war, um mehrere Stifte korrekt anzubringen. Letztlich hätte nur ein einziger Befestigungsstift genutzt werden können, so Foster.

Warum der GPS-Tracker nicht schön früher angebracht wurde, wo doch der Wal wochenlang vor Poel im seichten Wasser lag, erklärte Foster nicht. Dabei hatten die Aktivisten den Behörden zugesichert, GPS-Daten zur Verfügung zu stellen. Doch dies geschah nie.

  • Skandal um Wal Timmy: Aktivisten verweigern Einblick – Experten schlagen Alarm

Aktivisten vermessen Wal falsch – Barge war zu klein

Nach Fosters Darstellung verschlechterten sich die Bedingungen auf See am 1. Mai weiter. Timmy habe viel Kraft aufwenden müssen, um sich in der Barge zu stabilisieren, schreibt Foster in seinem Protokoll. Immer wieder sei der Wal gegen die Wand gestoßen. Die Aktivisten hätten deshalb auf eine schnelle Freilassung gedrängt.

Dabei habe sich ein zentrales Problem gezeigt: Der Wal sei länger gewesen, als zuvor ausgemessen worden war. So habe sich der Wal in der Barge nicht drehen können. Wie es zu diesem Fehler kam, erklärte Foster nicht. Auch hier hätten die Aktivisten genügend Zeit und Gelegenheiten gehabt, als der Wal vor Poel lag.

Foster beschrieb stattdessen eine chaotische Lage, die anschließend an Bord der Begleitschiffe entstanden sei. Anweisungen seien gleichzeitig von mehreren Personen gegeben worden, vorher besprochene Abläufe seien missachtet worden. Am Ende wurde der Versuch am 1. Mai abgebrochen.

Eklatante Widersprüche in der Darstellung der Wal-Aktivisten

Was er weiter beschreibt, steht im eklatanten Widerspruch zu der Darstellung anderer Aktivisten: Am späteren Abend des 1. Mai habe es ein Koordinationstreffen gegeben, schreibt Foster. Daran habe er und die Kapitäne der drei beteiligten Schiffe und der Erste Offizier des Lastkahns teilgenommen.

Man habe sich auf eine Strategie zur Freisetzung am nächsten Morgen geeinigt: Die Schleppgeschwindigkeit der Barge sollte auf ein Minimum reduziert werden, Timmy manuell in Richtung Heck bewegt und – falls nötig – mit möglichst geringer, kontrollierter Zugkraft des Schleppers aus der Barge geleitet werden, bevor alle Leinen gelöst würden. Foster sollte die Freilassungsoperation leiten.

Foster habe das Aktivisten-Team schließlich darüber informiert, dass die Arbeiten am nächsten Morgen um 7 Uhr beginnen würden.

Bislang hatten die Aktivisten, allen voran die Kleintierärztin Tönnies, behauptet, dass sie von der Freisetzung völlig überrascht worden wären. Sie sei per Zufall wach geworden und habe mitbekommen, dass irgendwas im Gange sei, erzählte sie kurz nachdem sie wieder an Land war.

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