Prägend für Westberlin der 80er
Musikerin Bettina Köster gestorben
Aktualisiert am 18.03.2026 – 18:03 UhrLesedauer: 2 Min.
„Hebe meine Schenkel, hebe meine Brust, kaltes klares Wasser“: Bettina Köster prägte mit der Band Malaria! in den frühen 80ern die Musikszene. Nun ist sie in Italien gestorben.
Mit ihrer Band Malaria! prägte sie die frühen 1980er-Jahre. Nun ist die Musikerin Bettina Köster („Kaltes klares Wasser“) im Alter von 66 Jahren in Italien gestorben, wie ihre frühere Bandkollegin Gudrun Gut der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. „Ich war sehr froh, dass ich mit Freunden noch bei ihr sein konnte.“ Das sei sehr schön gewesen.
Das Musikmagazin „Rolling Stone“ würdigte Köster als eine der prägenden Figuren der frühen Westberliner Underground- und Avantgarde-Szene der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Früh habe sich Köster im Umfeld von Punk, Kunst und experimenteller Musik bewegt.
Auch der „Tagesspiegel“ würdigte sie als Legende der Westberliner Post-Punk-Szene. Dunkel und geheimnisvoll habe ihre Stimme geklungen, mit den Jahren sei sie noch tiefer geworden. Die Anziehungskraft habe das nicht geschmälert, eher im Gegenteil. Man habe der Stimme unbedingt folgen wollen.
Zunächst war Köster Teil der Band Mania D., aus der später die Gruppe Malaria! hervorging, die Lieder wie „Your Turn to Run“, „You You“, „Thrash Me“ und „Geld/Money“ veröffentlichte. Köster lebte auch lange in New York. In den vergangenen Jahren wohnte sie in Süditalien. Ein Bestattungsinstitut im Ort Capaccio Paestum bestätigte ihren Tod ebenfalls, sie war an Krebs erkrankt.
Das Lied „Kaltes klares Wasser“ wurde viele Jahre nach der Veröffentlichung von Chicks On Speed aufgegriffen. Das Magazin „L-Mag“ sprach Köster einmal darauf an, dass viele Musikschaffende ihre Bands als Einfluss genannt hätten. „Eines der bemerkenswerten Dinge über die Mädchen von Mania D. und Malaria! ist, dass wir Mut hatten“, sagte sie. „Und ich bin wirklich stolz, heute sagen zu können, dass wir durch diesen Mut einige Leute inspiriert haben.“












