Am Fundort von Fabians Leiche
Zeugin soll sich Polizist anvertraut haben: „Das darfst nur du wissen!“
23.06.2026 – 15:00 UhrLesedauer: 3 Min.
Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian schildern Polizeibeamte ihre Eindrücke vom Tag des Leichenfunds. Im Mittelpunkt steht dabei eine Aussage der Zeugin Heike M., die einem Polizisten etwas anvertraut haben soll.
Das Landgericht Rostock hat den 14. Verhandlungstag im Mordprozess um den getöteten Fabian mit der Vernehmung mehrerer Polizeibeamter fortgesetzt. Die Aussagen der Zeugin Heike M. standen am Dienstag im Mittelpunkt. Die Frau gilt als enge Freundin der Angeklagten Gina H.
Der achtjährige Fabian verschwand am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter in Güstrow. Vier Tage später wurde seine Leiche an einer Schweinsuhle bei Klein Upahl gefunden.
Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, den Jungen unter einem Vorwand aus der Wohnung gelockt und ihn mit mindestens sechs Messerstichen getötet zu haben. Anschließend soll sie den Leichnam mit Brandbeschleuniger angezündet haben, um Spuren zu verwischen.
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„Das darfst nur du wissen!“
Polizeiobermeister Dennis K. berichtete von einer Situation kurz nach dem Fund von Fabians Leiche in Klein Upahl. Er habe gemeinsam mit der Zeugin Heike M. in einem Polizeifahrzeug gesessen, als diese ihm etwas erzählt habe.
„Kann ich dir was anvertrauen, aber das darfst nur du wissen!“, soll die Frau zu ihm gesagt haben. Anschließend habe sie berichtet, Gina H. habe sie am Morgen des Leichenfunds angerufen und erklärt, Fabian bereits in der Nacht zuvor gefunden zu haben. Später habe Heike M. zudem den Verdacht geäußert, von ihrer Freundin als Alibi benutzt worden zu sein.

„Sehr befremdliche Situation“
Der Beamte schilderte auch seine Eindrücke vom Fundort. Während Heike M. stark geweint habe, sei Gina H. vergleichsweise gefasst gewesen. Begründet habe diese ihr Verhalten damit, dass sie bereits die Tage zuvor so viel geweint habe, dass es nicht mehr gehen würde.
Besonders in Erinnerung geblieben sei Dennis K. eine Äußerung der Angeklagten über die abgelegene Schweinsuhle bei Klein Upahl, an der die Leiche von Fabian gefunden wurde.
„Es kam zu einer sehr befremdlichen Situation“, so der Polizist. Die Angeklagte habe erklärt, jemand müsse den Ort gekannt haben, und dieser eigne sich, um jemanden „bewusst zu entsorgen“. Sowohl Heike M. als auch er selbst hätten überrascht auf diese Worte reagiert.











