
Newsblog zum Auto-Anschlag
Polizist schildert die letzten Sekunden: „Mit Vollgas durch“
Aktualisiert am 19.01.2026 – 12:22 UhrLesedauer: 5 Min.
Rund ein Jahr nach dem Verdi-Attentat in München steht der Täter nun vor Gericht. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Prozess.
Der 13. Februar 2025 wird vielen Münchnern noch lange in Erinnerung bleiben. Es war ein ganz gewöhnlicher Donnerstagvormittag, an dem eine Gruppe von Demonstrierenden der Gewerkschaft Verdi durch die Münchner Innenstadt zog.
Rund 1.400 Teilnehmer waren gerade an der Kreuzung Seidlstraße und Nymphenburger Straße unterwegs, als ein damals 24-jähriger Afghane seinen Kleinwagen in die Menge steuerte. 44 Menschen wurden dabei teils schwer verletzt, eine Mutter und ihre zweijährige Tochter starben, 44 Menschen wurden teils schwer verletzt. Am Oberlandesgericht (OLG) in München, unweit vom Ort des Geschehens, läuft nun der Prozess gegen Farhad N. Die Anklage lautet auf Mord.
10.30 Uhr: Ein Polizist schildert als Augenzeuge das Geschehen unmittelbar vor dem Anschlag: „Der Angeklagte scherte vor uns ein und beschleunigte“, sagte der Beamte. Er selbst sei in einem Begleitfahrzeug am Ende des Demonstrationszuges mitgefahren. „Mit Vollgas durch.“ Der Mann habe sein Auto „ungebremst in die Menschenmenge, in das Ende des Demonstrationszuges“ gefahren. Es sei eine „kerzengerade und zielgerichtete Fahrtrichtung“ gewesen.
9.25 Uhr: Farhad N. Betritt den Saal, begleitet von sechs Polizeibeamten. Er trägt an einer Hand die Handschelle, das andere Ende hält einer der Beamten. Er trägt wieder den grünen Parka, sein Gesicht verbirgt er nur kurz vor den Fotografen. Gekommen sind auch ein Dolmetscher für den Angeklagten sowie drei Sachverständige.
Vor dem Oberlandesgericht (OLG) München wird am Montag (9.30 Uhr) der Prozess um den tödlichen Anschlag auf eine Verdi-Demonstration fortgesetzt. Nachdem am ersten Verhandlungstag die Anklage verlesen worden ist, will der Senat nun in die Beweisaufnahme eintreten. Vor allem Polizisten sollen gehört werden.
11.47 Uhr: Das vorzeitige Ende des ersten Prozesstages gegen den Attentäter Farhad N. hat einige Zuschauer fassungslos zurückgelassen.
Bis das Urteil fällt, kann es noch dauern. Für den Prozess sind laut Oberlandesgericht nämlich 38 Prozesstage angesetzt – eine hohe Zahl, jedoch laut einem Pressesprecher notwendig. Beim Attentat hatte es eine sehr hohe Zahl an Verletzten gegeben, die alle eine Chance bekommen sollen, zu erzählen, was ihnen am 13. Februar passiert ist.











