
Millionen-Coup in Gelsenkirchen
Polizei zeigt erstmals Fotos direkt aus dem Tresorraum
09.02.2026 – 18:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Einen Monat lang hat die Polizei im Dreischichtbetrieb im aufgebrochenen Tresorraum von Gelsenkirchen gearbeitet. Jetzt sind die Beamten fast fertig – und veröffentlichen neue Fotos.
Die Polizei Gelsenkirchen hat erstmals Fotos direkt aus dem Tresorraum der in Gelsenkirchen ausgeräumten Sparkasse veröffentlicht. Die Bilder wurden den Beamten zufolge am 29. Dezember 2025 aufgenommen, unmittelbar nachdem der Millionen-Coup aufgefallen war.
Bisher hatten die Beamten nur ein Foto veröffentlicht, das den an den Tresorraum angrenzenden Archivraum zeigt. „Jetzt kann die Öffentlichkeit erstmals auch die andere Seite sehen“, erklärte ein Polizeisprecher t-online die neuen Bilder. Sie zeigen den Tresorraum aus mehreren Perspektiven und geben einen Einblick, welche Dimension der Beutezug hatte.
Auf zwei der Fotos ist zu sehen, dass sich die aus den Schließfächern geholten und von den Gangstern geleerten Kassetten teilweise bis unter die Decke stapeln. „Die Einbrecher benutzten insbesondere zwei runde Separees wie Mülleimer“, sagte der Polizeisprecher. Diese Separees im Tresorraum würden eigentlich von Sparkassenkunden genutzt, um dort in Ruhe Wertgegenstände zu sichten und zu sortieren.
Ein weiteres Foto zeigt das mit einem Kernbohrer angefertigte Loch, durch das sich die Täter vom Archivraum aus in den Tresorraum zwängten, detaillierter als bisher. Es hat einen Durchmesser von 40 Zentimetern und eine Tiefe von 60 Zentimetern. „Da passt nicht jeder durch“, erklärte der Polizeisprecher. „Mindestens einer der Täter muss dünn gewesen sein.“
Ein Computersystem zeichnete am 27. Dezember um 10.45 Uhr das Öffnen des ersten Schließfachs auf. Um 14.44 Uhr bricht das Protokoll während der Arbeit der Gangster im Tresorraum ab. Wie lange die Panzerknacker danach noch brauchten, bis sie das letzte der rund 3.100 Kundenschließfächer mechanisch aufgebrochen hatten, ist daher unklar. Die Höhe der Beute schätzt die Polizei auf einen zweistelligen Millionenbetrag.











