
Mädchen in Lebensgefahr
Polizei schießt Zwölfjährige nieder
Aktualisiert am 17.11.2025 – 11:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Polizei hat in Bochum auf ein Mädchen geschossen. Den Ermittlern zufolge soll das Kind mit Messern in den Händen auf Beamte zugegangen sein.
In Bochum ist ein zwölfjähriges Mädchen bei einem Polizeieinsatz lebensgefährlich verletzt worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurde das Kind von einem oder mehreren Schüssen der Beamten getroffen. Das Mädchen kam in ein Krankenhaus und wurde notoperiert. Derzeit werde die Zwölfjährige intensivmedizinisch behandelt, sagte ein Polizeisprecher t-online am Montagvormittag: „Lebensgefahr kann weiter nicht ausgeschlossen werden.“
Der Einsatz begann in der Nacht von Sonntag auf Montag gegen 0.30 Uhr. Beamte waren auf der Suche nach dem Mädchen zu einem Mehrfamilienhaus gefahren. Das Kind war zuvor aus einer Wohngruppe verschwunden, ihre Betreuer hatten es am Sonntag als vermisst gemeldet. Der Mutter waren im Vorfeld das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die erkrankte und gehörlose 12-Jährige entzogen worden. Nun bestand die Furcht, dass das Kind lebenswichtige Medikamente nicht eingenommen haben könnte.
Dann gingen bei der Polizei Hinweise ein, dass sich das Mädchen in der Wohnung der ebenfalls gehörlosen Mutter aufhalten könnte. Als die Beamten dort klingelten, ließ die Frau aber zunächst niemanden hinein.
Laut der Polizei öffnete die Mutter die Tür erst, als ein von den Beamten gerufener Schlüsseldienst gegen 1.30 Uhr an der Wohnung eintraf. Die Beamten hätten das Kind in der Wohnung gesucht und schließlich mit zwei Messern in den Händen angetroffen. Die Zwölfjährige sei auf die Beamten zugegangen – woraufhin die Polizisten zeitgleich ein Distanzelektroimpulsgerät und eine Schusswaffe eingesetzt hätten, „um einen drohenden Angriff mit den Messern abzuwehren“.
Wie oft die Beamten auf das Kind feuerten und wie oft es getroffen wurde, wollte ein Polizeisprecher t-online am Montag nicht sagen. Eine Mordkommission der Polizei Essen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Bochum hat die Ermittlungen übernommen.










