Einsatz in Berlin
Razzia nach Anschlag auf Stromnetz
Aktualisiert am 24.03.2026 – 10:40 UhrLesedauer: 2 Min.
In der Hauptstadt durchsucht die Berliner Polizei am Dienstagmorgen mehrere Orte. Der Einsatz hängt mit dem Anschlag auf das Stromnetz im September zusammen.
Die Berliner Polizei hat am Dienstag Razzien gegen Verdächtige im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf einen Strommast im September vergangenen Jahres durchgeführt. Seit dem Morgen wurden an weit mehr als einem Dutzend Orten in der Hauptstadt sowie in drei anderen Bundesländern Wohnungen und andere Räume durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. Zuerst hatte die „B.Z.“ über die Durchsuchungen berichtet.
Ein Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft sagte: „Die Ermittlungen richten sich gegen namentlich bekannte Beschuldigte.“ Allein in Berlin durchsuche die Polizei 14 Objekte.
Im September 2025 hatten zwei 110-Kilovolt-Hochspannungsmasten am Königsheideweg gebrannt. Zehntausende Haushalte im Südosten Berlins waren ohne Strom. Auf der linksradikalen Internetplattform Indymedia erschien ein Bekennerschreiben zum Brandanschlag auf die Strommasten. Die Verfasser bezeichneten den Technologiepark Adlershof als eigentliches Ziel ihrer Aktion.
Laut der „B.Z.“ wurden zum einen in Kreuzberg Räume in der „Anarchistischen Bibliothek“ in der Reichenberger Straße durchsucht. Außerdem fanden in der Schererstraße in Wedding Maßnahmen statt. In Düsseldorf durchsuchte die Polizei Räume an einer Anschrift, wo sich einer der Verdächtigen häufig aufgehalten habe.
Vorausgegangen war laut Staatsanwaltschaft die intensive Arbeit der eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe „EG Spannung“ im LKA Berlin. Es gehe um den Verdacht der verfassungsfeindlichen Sabotage, Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie der Brandstiftung.
Nach einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ richtete sich der Einsatz gegen eine anarchistische Gruppe. Eine Rolle soll dabei ein anarchistisches Magazin einer kleinen Gruppe aus Bayern spielen.
Der Brandanschlag vom 9. September wird nach dpa-Informationen dem linksextremistischen Spektrum zugeordnet. An der Aufklärung soll das Bundesamt für Verfassungsschutz maßgeblich beteiligt gewesen sein.












