Neue Analyse
Berlin hat deutschlandweit den stärksten Mietenanstieg
26.03.2026 – 11:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Mieten in Großstädten sind seit 2022 um bis zu 22 Prozent gestiegen – in Berlin ganz besonders stark. Wie sich die Preise verändert haben.
In deutschen Großstädten sind die Mieten seit 2022 im Schnitt um 13,7 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Auswertung des Immobilienportals Immowelt hervor. Berlin legte dabei am stärksten zu: Der Quadratmeterpreis kletterte von 11,62 auf 14,21 Euro – ein Plus von 22,3 Prozent binnen vier Jahren.
In der Auswertung werden die Angebotsmieten für Bestandswohnungen in den 80 deutschen Großstädten zwischen März 2022 und März 2026 verglichen. Die Zahlen beruhen auf Inseraten der eigenen Plattform.
Berlin hat auch im Städtevergleich aufgeholt: War die Hauptstadt 2022 noch die siebtteuerste Großstadt, was Mieten angeht, liegt sie inzwischen auf Platz vier. Dahinter folgen Frankfurt am Main mit 16,32 Euro pro Quadratmeter und Stuttgart mit 15,02 Euro. Am teuersten bleibt München mit 20,74 Euro – rund eineinhalbmal so viel wie in Hamburg, wo der Quadratmeter im Schnitt 13,26 Euro kostet.
Auch in ostdeutschen Großstädten zogen die Mieten überdurchschnittlich an. In Halle (Saale) betrug das Plus 17,0 Prozent, in Erfurt 16,7 Prozent, in Dresden 16,1 Prozent und in Leipzig 15,9 Prozent.
Am anderen Ende der Skala steht Wolfsburg. Dort stiegen die Mieten seit 2022 lediglich um 3,7 Prozent auf 8,03 Euro – weit unter der allgemeinen Inflationsrate von rund 16 Prozent im selben Zeitraum. Als möglichen Grund nennt Immowelt die angespannte Lage in der Automobilindustrie, die die lokale Nachfrage dämpfe. In anderen Städten mit starker Automobilbranche wie Ingolstadt oder Stuttgart seien vergleichbare Effekte bislang nicht zu beobachten.
Die Mietanstiege fallen in eine Phase allgemeiner Teuerung. Die Inflationsrate lag zwischen Februar 2022 und Februar 2026 laut Destatis bei rund 16 Prozent, Baukosten stiegen um 24 Prozent, Handwerkerkosten um 25 Prozent. Immowelt führt die Entwicklung auf den eingebrochenen Neubau infolge gestiegener Zinsen und Baukosten zurück sowie auf eine erhöhte Nachfrage, weil sich viele Kaufinteressenten keine Finanzierung mehr leisten könnten. Die Nominallöhne legten im selben Zeitraum nach Destatis-Daten ebenfalls um rund 16 Prozent zu.












