
Braunschweig im Tabellenkeller
Niederlage in Bielefeld: BTSV-Trainer „richtig sauer“
09.02.2026 – 07:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Eintracht Braunschweig muss sich einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf der 2. Bundesliga geschlagen geben. Entsprechend groß ist der Ärger bei Trainer Heiner Backhaus.
Der Blick von Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga geht weiter nach unten. Durch die Pleite bei Arminia Bielefeld (2:3) – einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf – wird das Polster auf die Abstiegsränge dünner. Zwei Punkte trennen die Eintracht nurmehr von Relegationsplatz 16.
„Heute bin ich richtig sauer. Natürlich bin ich stinkig“, gab BTSV-Trainer Heiner Backhaus deshalb bei der Pressekonferenz nach der Partie zu. Zumal: Aus Sicht des Coaches war die Niederlage auf der Alm vermeidbar. „Es war möglich, hier zu gewinnen. Wenn wir ein bisschen mehr Selbstvertrauen gehabt hätten mit dem Ball. Wenn wir mal mutige Entscheidungen treffen“, sagte der 44-Jährige.
Letztlich habe die Arminia allerdings verdient gewonnen, so Backhaus. Der Heimvorteil habe dabei eine nicht unerhebliche Rolle gespielt. „Es sieht vielleicht nicht immer so schön aus, aber es ist brutal schwer, gegen dieses Energiefeld auf der Alm zu spielen“, sagte der Coach. Zudem sei Bielefeld gerade bei Standards „klar besser“ gewesen.
Das sah auch Arminia-Trainer Mitch Kniat so, der „Standardsituationen wieder als Waffe“ nutzen wollte. Dieser Plan ging auf. Robert Uldrikis gelang im Anschluss an einen Eckstoß in der 54. Minute der Siegtreffer. Der Stürmer hatte die Hausherren schon in der 1. Minute in Führung gebracht. Die Eintracht drehte die Partie durch Sidi Sané (8.) und Lukas Frenkert (23.) zunächst, ehe Marius Wörl (31.) und Uldrikis das Spiel zugunsten der Arminia entschieden.
“Die Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten ist unfassbar bitter“, erklärte auch Torschütze Frenkert. „Wir haben uns für das Spiel viel vorgenommen, haben es aber nicht über 90 Minuten geschafft, das umzusetzen. Arminia war über die meiste Spielzeit intensiver.“ Auch er sah in den Standardsituationen einen möglicherweise spielentscheidenden Vorteil für Bielefeld. „Ich glaube, dass wir auch einfach zu viele Standards zugelassen haben. Da müssen wir in Zukunft zusehen, dass wir das vermeiden“, so der Verteidiger.
Mit Blick auf die Tabelle wird es für die Eintracht nun zunehmend ungemütlich – zumal in der kommenden Woche Tabellenführer SV Darmstadt 98 in Braunschweig zu Gast ist (Samstag, 13 Uhr). Lange aufhalten will sich Frenkert mit der Pleite daher nicht. „Wir sollten diese Niederlage schnell abhaken. Es bringt nichts, zu lange damit zu hadern. Mund abwischen und weitermachen“, sagte er.









