Borussia bleibt Letzter
In Überzahl: HSV verschärft Gladbachs Krise
Aktualisiert am 06.11.2026 – 22:31 UhrLesedauer: 2 Min.
In einem packenden Freitagsspiel verschafft sich der Hamburger SV Luft auf die Abstiegsränge. Ein Platzverweis kurz nach der Pause spielt den Norddeutschen in die Karten.
Im Duell der Traditionsklubs hat der Hamburger SV einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach siegten die Rothosen am Freitagabend mit 3:1 (1:1).
Dabei profitierte das Team von Trainer Merlin Polzin von einem Platzverweis für Gäste-Akteur Ko Itakura vier Minuten nach der Halbzeitpause. Miro Muheim hatte den HSV in Führung gebracht (11.), ehe Joe Scally noch vor der Pause (44.) ausglich. Dann flog Itakura nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz und Hamburg entschied durch Treffer von Shafiq Nandja (60.), der sein erstes Bundesligator erzielte, und Albert Grönbaek (70.) die Partie für sich.
So lief das Spiel
HSV-Trainer Merlin Polzin hatte in personell angespannten Zeiten auf ein Rückkehrer-Trio gehofft, doch lediglich Abwehrchef Sebastiaan Bornauw schaffte es in die Startelf, während Yussuf Poulsen zunächst auf der Bank Platz nahm.
Auf der Gegenseite setzte Alexander Blessin wieder auf seinen Super-Youngster: Mohya, der sich nach seiner überraschenden Kader-Nominierung noch in diesem Monat zum drittjüngsten Debütanten im DFB-Team aufschwingen könnte, stürmte über die linke Seite.
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Die Anfangsphase vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion gehörte aber dem Heimteam. Nach einem Schnitzer von Scally scheiterte Patson Daka zunächst freistehend an Borussia-Keeper Daniel Batz (8.), kurz darauf aber herrschte im vollbesetzten Volkspark Volksfeststimmung. Dank Muheim, der schon wieder aus der Distanz traf – diesmal überwand er Batz aus etwa 25 Metern per Flachschuss.

Die ansehnliche Partie hatte in der ersten Hälfte nur wenig von Abstiegskampf. Martin Adeline belohnte eine feine Kombination des HSV aber nicht mit dem 2:0 (14.). Auch Gladbach spielte munter nach vorne, immer mittendrin: Der quirlige Mohya, dessen DFB-Nominierung seine Eltern nach eigener Aussage zu Tränen gerührt hatte.
Beiden Teams boten sich weitere gute Chancen. Fallen wollte der zweite Treffer aber erst kurz vor der Pause. Es waren die Gäste, die nach Scallys eigentlich unscheinbarem Schuss, den Robin Hack wohl noch leicht abfälschte, jubelten.











