Lufthansa setzt auf freiwillige Crews
Pilotenstreik trifft München: Zahlreiche Flüge fallen aus
12.03.2026 – 08:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Pilotenstreik bei Lufthansa hat begonnen. Am Flughafen München müssen sich Reisende auf zahlreiche Ausfälle und Änderungen einstellen.
Am Flughafen München hat am Donnerstagmorgen ein zweitägiger Pilotenstreik bei der Lufthansa begonnen. Besonders an den Drehkreuzen München und Frankfurt fallen zahlreiche Flüge aus. Dennoch will die Airline nach eigenen Angaben mindestens die Hälfte der geplanten Verbindungen durchführen.
Reisende am Münchner Airport müssen deshalb mit kurzfristigen Änderungen im Flugplan rechnen. Auf der Langstrecke könnten laut Lufthansa sogar rund 60 Prozent der Flüge stattfinden.
Am frühen Morgen waren bereits einige Verbindungen am Münchner Airport gestrichen worden. Betroffen waren unter anderem Flüge zu deutschen Zielen wie Hamburg, Berlin, Köln und Stuttgart.
Auch einige europäische Verbindungen konnten nicht starten. Dazu gehörten unter anderem geplante Flüge nach Paris, London, Wien und Zürich. Weitere Streichungen und Änderungen im Tagesverlauf sind möglich.
Um möglichst viele Verbindungen aufrechtzuerhalten, plant Lufthansa mehrere Maßnahmen. So sollen größere Flugzeuge eingesetzt werden. Außerdem könnten Flüge von anderen Konzernairlines übernommen werden. Zusätzlich setzt das Unternehmen auf freiwillige Crews.
Flüge in das Krisengebiet im Nahen Osten sollen nach Angaben der Gewerkschaft nicht bestreikt werden.
Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) erwartet nach eigenen Angaben rund 300 Flugausfälle pro Tag. Damit falle der Streik deutlich kleiner aus als bei der ersten Streikwelle am 12. Februar. Damals waren rund 800 Flüge gestrichen worden.
VC-Chef Andreas Pinheiro erklärte, diese Zahl reiche aus, um eine „ausreichende Streikwirkung“ zu erzielen. Zugleich sei der Umfang Teil der gewerkschaftlichen Strategie.
Die Vereinigung Cockpit hat mehr als 5.000 Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu dem 48-stündigen Streik aufgerufen. Der Ausstand begann um Mitternacht und soll bis Freitagabend dauern.
Bei der Regionaltochter Cityline fordert die Gewerkschaft höhere Gehälter. Bei Lufthansa Cargo und der Kernmarke geht es dagegen um bessere Betriebsrenten. Die VC erklärte, sie erwarte in beiden Konflikten ein verhandlungsfähiges Angebot.
Lufthansas Personalvorstand Michael Niggemann bezeichnete den erneuten Streik hingegen als „unnötige Eskalation“.











