
Nicht die einzige Großspende
AfD erhält große Erbschaft aus Ungarn
18.02.2026 – 18:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere Menschen haben der AfD große Erbschaften hinterlassen. Besonders auffällig ist ein Nachlass in Höhe von 700.000 Euro aus Ungarn.
Die in Teilen rechtsextreme AfD hat im Jahr 2024 wieder mehrere hohe Parteispenden von Privatpersonen erhalten, wie aus dem Rechenschaftsbericht der Partei für das Jahr hervorgeht. Besonders auffällig ist eine Spende in Höhe von 700.000 Euro von einem Herrn Wolfgang Karl Quader aus Ungarn, der den AfD-Bundesverband „als alleinigen Erben“ seines Vermögens bestimmt hat.
Die Anschrift des Mannes gibt die AfD nur mit „Heviz in Ungarn“ an, weitere Informationen veröffentlichte die Partei nicht. Hévíz ist ein Kurbad nicht weit vom nordwestlichen Ufer des Balaton entfernt. Auch die Art der Erbschaft blieb nach Angaben des „Spiegel“ unklar: Eine Anfrage des Magazins, ob es sich bei der Spende um Bargeld, Gold oder Immobilien handele, ließ Bundesschatzmeister Carsten Hütter unbeantwortet. Der Erblasser sei Deutscher gewesen, der „lediglich in Ungarn verstorben“ sei, so Hütter. Das Erbschaftsverfahren laufe derzeit noch, deshalb könne er keine weiteren Angaben machen.
Die Spende aus Ungarn ist nicht die einzige Erbschaft, die 2024 an die AfD ging. So hinterließ eine Frau aus Augsburg der Partei 1.082.569,33 Euro, die an den Landesverband Sachsen und den Kreisverband Görlitz gehen sollen. Ein Mann aus dem bayerischen St. Wolfgang vererbte der Partei 571.202,14 Euro, ein Taxiunternehmer aus München 432.000 Euro.
Neben den Erbschaften verbuchte die AfD im Jahr 2024 Spenden in Höhe von rund acht Millionen Euro. Ihr Gesamtvermögen überschritt erstmals die Grenze von 40 Millionen Euro, die Zahl ihrer Mitglieder gab sie zum Stichtag 31. Dezember 2024 mit 51.319 an.











