Urbi et Orbi
Papst Leo XIV. hält erste Ostermesse auf dem Petersplatz
Aktualisiert am 05.04.2026 – 14:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Das neue Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken spendet erstmals zu Ostern den Segen Urbi et Orbi. Er geht auch auf die vielen aktuellen Konflikte ein – ohne allzu deutlich zu werden.
Vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz hat Papst Leo XIV. erstmals an Ostern den Segen Urbi et Orbi (Der Stadt und dem Erdkreis) gespendet. Angesichts der Kriege im Nahen Osten, der Ukraine und anderen Regionen mahnte das Oberhaupt von mehr als 1,4 Milliarden Katholiken zum weltweiten Frieden. Sein Vorgänger, Papst Franziskus, war am Ostermontag vergangenen Jahres im Alter von 88 Jahren gestorben. Leo ist seit Mai im Amt.
Nach Schätzungen nahmen an der Ostermesse auf dem zentralen Platz des Vatikans unter strahlend blauem Himmel mehr als 40.000 Menschen teil, um erstmals das Urbi et Orbi von Papst Leo zu hören. Die Feier wurde in viele Länder live übertragen. In einer kurzen Ansprache von der zentralen Loggia des Petersdoms noch vor dem Segen sagte Leo: „Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden! Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog!“
Zugleich warnte der erste Pontifex aus den USA davor, angesichts der vielen Konflikte in Gleichgültigkeit zu verfallen. Bei seiner ersten Ostermesse auf dem Petersplatz nahm er eine Tradition früherer Päpste wieder auf: Leo wünschte in zehn Sprachen frohe Ostern.
Auf Deutsch sagte er: „Frohe Ostern! Bringt allen die Freude des auferstandenen Jesus, der unter uns gegenwärtig ist.“ Franziskus hatte auf Wünsche in anderen Sprachen verzichtet.
An Ostern wird der biblischen Überlieferung zufolge die Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Leo hatte sich in den vergangenen Tagen bereits bei anderen Gelegenheiten traditioneller gezeigt als sein unmittelbarer Vorgänger. In Erinnerung an das letzte Abendmahl von Jesus Christus wusch Leo am Gründonnerstag zwölf Priestern die Füße. Franziskus hatte dies bei Häftlingen getan.











