„Letztlich kaum Nutzen“
Trotz Teilerfolg: Wal-Experten sehen kaum Überlebenschance
29.04.2026 – 11:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Buckelwal liegt in einem Lastkahn auf Kurs Nordsee, doch Fachleute warnen vor falschen Hoffnungen. Die Belastung sei enorm, der Nutzen gering.
Das IWC Strandings Expert Panel hält den Buckelwal für schwer geschädigt – und die Überlebenschancen trotz eines Teilerfolgs der Rettungsinitiative für sehr gering. Das zuständige Expertengremium erklärte am vergangenen Dienstag in einer Pressemitteilung: „Das Tier scheint schwer geschädigt zu sein und dürfte selbst bei einer Verbringung in tieferes Wasser kaum überleben.“
Im Video | Timmy auf dem Weg Richtung Nordsee
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Der Wal wurde am Dienstag in einen Lastkahn verladen – und soll in dem Stahlbecken in Richtung Nordsee transportiert werden. Dort soll das Tier dann ausgesetzt werden. Diese Maßnahmen bedeuteten „eine erhebliche zusätzliche Belastung für ein Tier, das bereits schwer erkrankt ist, und bringen letztlich kaum Nutzen“ – auch wenn sie gut gemeint seien, so das Gremium. Es sei ein Trugschluss zu glauben, dass der Wal nun gerettet sei.
Zugleich fordern die Experten zwingend eine Sender-Ausrüstung des Wals. „Ohne Ortungsdaten gibt es keine zuverlässige Möglichkeit, den Ausgang der Intervention zu überwachen, keine Möglichkeit, ein erneutes Stranden rechtzeitig zu erkennen, um darauf zu reagieren, und keine Faktengrundlage, auf der die Entscheidung zur Intervention anschließend bewertet oder verteidigt werden kann“, hieß es vom IWC Strandings Expert Panel.
Nach Angaben der Privatinitiative, die die Aktion trägt, solle ein Sender noch angebracht werden. Eine Internetseite, über die der Transportweg verfolgt werden kann, hat die Initiative bislang nicht mitgeteilt.
Die Internationale Walfangkommission wurde 1946 gegründet und zählt heute 89 Mitgliedsländer. Sie ist für die Regulierung des Walfangs und den Schutz der Wale zuständig.










