Osterreiten in der Lausitz
1.500 Reiter ziehen am Sonntag durch die Dörfer
02.04.2026 – 22:22 UhrLesedauer: 1 Min.
Etwa 1.500 Reiter, mehrere Prozessionen, eine Tradition seit fast 500 Jahren: Die sorbischen Osterreiter gibt es nur in der Lausitz.
Rund 1.500 Männer in schwarzem Gehrock und Zylinder schwingen sich am Ostersonntag auf festlich geschmückte Pferde. In neun Prozessionen reiten sie durch die Dörfer zwischen Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda – singend, betend, auf Sorbisch und Deutsch. Die Osterreiterprozessionen der katholischen Sorben sind einzigartig in Mitteleuropa in dieser Größe.
Mehr als 400 Kreuzreiter ziehen zwischen Wittichenau und Ralbitz – der größte Zug und seit 1541 ohne Unterbrechung. Keine andere Prozession besteht so lange.
Die Pferde tragen muschelbesetztes Geschirr und rote Satteldecken, oft mit dem Osterlamm bestickt. Junge Männer ab 14 Jahren dürfen erstmals mitreiten und tragen ein grünes Myrtenkränzchen. Nach 25 Jahren wird daraus ein silbernes, nach 50 ein goldenes.
Die Bautzener Prozession startet am Ostersonntag, 5. April am Kirchplatz und erreicht gegen 12.15 Uhr Radibor. Die Rückkehr ist für Nachmittag geplant. Wer den größten Zug sehen möchte, fährt nach Ralbitz: Dort treffen gegen 12.15 Uhr die Wittichenauer Kreuzreiter ein.












