Olympische Spiele 2036
Olympia in Köln? IOC ändert plötzlich Auswahlverfahren
24.06.2026 – 15:38 UhrLesedauer: 1 Min.
Das IOC schraubt am Verfahren zur Vergabe künftiger Olympischer Spiele. Für Köln und die Rhein-Ruhr-Region könnte das neue Regelwerk zum Trumpf werden.
Drei Monate vor der Entscheidung über den deutschen Olympia-Bewerber hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) das Auswahlverfahren für künftige Spiele geändert. Für Köln und die Region Rhein-Ruhr könnte das neue Regelwerk eine wichtige Rolle spielen: Künftig soll es im Verfahren eine zusätzliche Prüfphase geben. Außerdem erhalten die Mitglieder des IOC bei der finalen Abstimmung über den Gastgeber wieder mehr Mitspracherecht.
Die Sommerspiele 2036, für die sich auch Deutschland bewirbt, sollen nach dem neuen Verfahren erst Mitte 2029 vergeben werden. Der einstimmige Beschluss fiel bei einer außerordentlichen Generalversammlung des IOC in Lausanne.
- Olympia-Bewerbung: So hat Köln abgestimmt
- Kölner Olympia-Bewerbung: Wir können uns kein weiteres Milliardengrab leisten
IOC ändert Verfahren: Vorteil für die Region Köln-Rhein-Ruhr?
Für die deutsche Bewerbung könnte die Änderung neue Dynamik bringen. Möglich ist, dass ein kürzerer Zeitraum zwischen Vergabe und Eröffnung jene Bewerber stärkt, die bereits auf viele bestehende Sportstätten zurückgreifen können und Erfahrung mit Großveranstaltungen haben. Genau damit wirbt auch die Region Rhein-Ruhr, die Köln als einen der zentralen Austragungsorte vorsieht.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will am 26. September auf einer Sonder-Mitgliederversammlung in Baden-Baden entscheiden, welcher deutsche Kandidat ins Rennen geht. Zur Auswahl stehen neben der Region Köln-Rhein-Ruhr, Berlin und München. Der DOSB hat beim IOC bereits offiziell Interesse an Olympischen Sommerspielen in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 hinterlegt.
