
Aufregung in Oberhof
Olympiasieger fordert Strafe für französische Biathleten
12.01.2026 – 13:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Biathlon-Weltcup machte am Wochenende Halt in Oberhof. Eine Aktion des Franzosen Émilien Jacquelin löst Diskussionen aus. Ex-Profi Björn Ferry wird deutlich.
Am Sonntag lieferte der französische Biathlet Émilien Jacquelin beim Staffelrennen der Männer in Oberhof einen Aufreger. Der 30-Jährige musste am Schießstand nachladen, in der Folge blieb lange Zeit unklar, ob er einen Schuss ausgelassen hat. Die Rennleitung überprüfte den Vorfall, disqualifizierte die französische Staffel allerdings nicht. So landete Frankreich auf dem zweiten Rang.
Das löst vor allem in Schweden Unmut aus. Das Team um Jesper Nelin, Malte Stefansson, Martin Ponsiluoma und Sebastian Samuelsson schloss das Rennen auf dem dritten Rang ab. „Man muss alle Schüsse abgeben, das ist die Grundlage für die Sicherheit. Man darf nicht mit Schüssen im Magazin fahren“, ärgerte sich der schwedische Olympiasieger Björn Ferry beim schwedischen TV-Sender SVT. „Aber dann geht es darum, dass man nicht an der Schießwand vorbeifahren darf, ohne zu schießen.“
Einen Schuss auszulassen, zieht für gewöhnlich eine zweiminütige Zeitstrafe nach sich. Dies war in Oberhof aber nicht der Fall, weil nicht rechtzeitig Protest eingelegt wurde. Nach dem Rennen haben die Nationen 15 Minuten Zeit, um Einwände zu erheben.
„Regeln sind Regeln, daher kommt es immer zu Interpretationen. Aber wenn es sich um einen offensichtlichen Regelverstoß handelt, ist es nur angemessen, dass dies Konsequenzen hat“, forderte Ferry eine Strafe für die französische Staffel.
Dass nach dem Ablauf der 15 Minuten kein Protest mehr eingelegt wurde, regt den 47-Jährigen dabei besonders auf: „Das klang wie eine deutsche Antwort. Ich habe gerade selbst meine Olympiamedaille bekommen, fast 15 Jahre später, und natürlich muss man sich das ansehen. Und wenn es ein Regelverstoß war und das offensichtlich ist, dann muss das logischerweise Konsequenzen haben.“











