Neu-Referent Olaf Kuch
Er übernimmt einen der wichtigsten Posten in der Stadt
Aktualisiert am 22.06.2026 – 19:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Personalwechsel im Rathaus: Nun ist es offiziell. Olaf Kuch übernimmt einen der wichtigsten Posten der Stadt. Was das für Nürnberger bedeutet.
Der Nürnberger Stadtrat hat Olaf Kuch (CSU) am Mittwoch zum neuen Referenten für Personal, Organisation, Sicherheit und Bürgerservice gewählt. Damit rückt er in eine zentrale Position der Stadtverwaltung auf. Er ist dafür verantwortlich, die Stadtverwaltung in die Zukunft zu führen und etwa den digitalen Bürgerservice voranzutreiben.
Kuch ist Jurist und arbeitet seit vielen Jahren in der Verwaltung. Für die Stadt Nürnberg übernahm er 2001 eine Führungsaufgabe im Ordnungsamt. Dort leitete er unter anderem Bereiche rund um Gewerbe, Messen und allgemeine Ordnungsangelegenheiten. 2003 wurde Kuch dann Dienststellenleiter des Einwohneramts. Im September 2020 übernahm er die Leitung des Direktoriums Bürgerservice, Digitales und Recht.
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Zu seinem Zuständigkeitsbereich gehören die Bürgerämter, das Amt für Migration und Integration, das Standesamt, das Ordnungsamt und das Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation. Nun kommt auch das Personalamt hinzu. Kuch war damit bereits Teil der Stadtspitze, jedoch war sein Stadtrechtsdirektorium dem Oberbürgermeister unterstellt. Künftig wird Kuch also seinen eigenen Geschäftsbereich leiten und damit unter anderem die digitalen Geschicke der Stadt vorantreiben. Der 56-Jährige hatte das Amt bereits seit der konstituierenden Sitzung des Rats Anfang Mai kommissarisch geführt.
Personalie Kuch: Lob, aber auch Kritik
Unter Kuchs Führung als Stadtrechtsdirektor führte die Stadt unter anderem ein Terminbuchungssystem in den Bürgerämtern ein. Viele Verwaltungsdienstleistungen wurden digitalisiert, zusätzliche Anlaufstellen entstanden in den Stadtteilen. Die Stadt verbesserte nach eigenen Angaben die Bürgerinformation deutlich, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Nürnberger Stadtverwaltung wurde für diese und weitere Maßnahmen mehrfach ausgezeichnet.
Kuchs langjährige Arbeit an der Spitze des Einwohneramts und der Ausländerbehörde war zeitweise umstritten. Als er 2020 befördert werden sollte, kritisierten Flüchtlingsinitiativen und Grüne die Behörde unter seiner Leitung: Sie empfanden seinen Kurs als zu hart. Die CSU stellte sich dagegen hinter Kuch. Sie verwies stets auf die rechtlichen Spielräume in Asylverfahren und seine fachliche Kompetenz.
Die Amtszeit des neuen Referenten ist zunächst bis Ende September 2027 begrenzt. Der Stadtrat beabsichtigt, die Amtszeiten aller berufsmäßigen Stadtratsmitglieder zu synchronisieren und einheitlich zum 1. Oktober 2027 für sechs Jahre beginnen zu lassen.











