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Home » Oktoberfest-Plakat 2026 sorgt in München für Streit und Ärger
Panorama

Oktoberfest-Plakat 2026 sorgt in München für Streit und Ärger

Von zeit-heute.deFebruar 11, 20262 Min Gelesen
Oktoberfest-Plakat 2026 sorgt in München für Streit und Ärger
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Oktoberfest-Plakat 2026 sorgt in München für Streit und Ärger

„Schlag ins Gesicht“

Riesenstreit um Münchner Oktoberfest-Plakat


10.02.2026 – 18:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Das Oktoberfest-Plakat 2026: Gelobt wurde die Verbindung von Tradition und Moderne. (Quelle: Landeshauptstadt München)

Das Motiv für das diesjährige Oktoberfest-Plakat wirkt auf den ersten Blick harmlos. Aber der Ärger ist groß: Von einer möglichen Schande ist die Rede – und von einem „Schlag ins Gesicht“. Was ist da los?

In München brodelt es, in den sozialen Medien wird geschimpft. Ziel des Zorns ist der Grafiker Florian Huber, der sich gegen rund 90 Konkurrenten durchgesetzt und das Motiv für das diesjährige Plakat des Oktoberfestes geliefert hat. Dafür streicht er 2.500 Euro Preisgeld plus 5.000 Euro Lizenzhonorar ein – und wird jetzt offen angefeindet.

Huber wird Betrug vorgeworfen. Dass sein Entwurf gewonnen habe, sei „ein Schlag ins Gesicht für alle Künstler und Künstlerinnen, die versuchen, mit fairen Mitteln ihrer Leidenschaft nachzugehen“, sagte etwa der Münchner Grafiker Simon Marchner in einem am Montag veröffentlichten Instagram-Video.

Der Verdacht lautet, Huber habe sich von Künstlicher Intelligenz helfen lassen – was ein klarer Verstoß gegen die Regeln des Wettbewerbs wäre. Unter anderem die Gondeln des abgebildeten Riesenrads sollen Beleg für die Vermutung sein. Laut Grafiker Marchner verschwimmen sie an der oberen Bildhälfte „zu einer diffusen Masse“, was typisch für KI sei. Auch ein proportional verzogenes Herz und die Türme der Frauenkirche seien verdächtig. Marchners Fazit: „Der Entwurf ist zu großen Teilen, wenn nicht zu 100 Prozent KI-generiert.“

In den Kommentaren stimmen zahlreiche User zu. „Ich war auch ziemlich schockiert, als ich gesehen habe, welcher Entwurf gewonnen hat“, schreibt eine Kommentatorin. Ein Illustrator fühlt sich ans Doping beim Sport erinnert und findet, der Beitrag gehöre disqualifiziert: „Wenn die Jury das so durchgehen ließ, spricht es nicht gerade für ihre gestalterische Kompetenz.“

Die „Süddeutsche Zeitung“ zitiert aus einer Mail einer weiteren Künstlerin: Schon während der Wettbewerb noch lief, sei die Stadt auf den KI-Verdacht hingewiesen worden. „Es wäre eine Schande, sollte wirklich ein KI-generiertes Motiv gewonnen haben, zumal das Preisgeld im hohen vierstelligen Bereich liegt“, schrieb Maria Dick demnach. In der zitierten Mail spricht die Künstlerin, die 2021 den Wettbewerb gewonnen hatte, von einer „großen Peinlichkeit für die Stadt München“, sollten sich die Vorwürfe als wahr erweisen.

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