
Laut Medienbericht
Ex-FDP-Politiker soll Jungen missbraucht haben
07.02.2026 – 20:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Schwere Vorwürfe gegen einen früheren FDP-Politiker: Das ehemalige Bundestagsmitglied Hartmut Ebbing soll einen Jungen missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft hat laut einem Bericht Anklage erhoben.
Laut Informationen der „Bild“-Zeitung hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Anklage gegen den früheren FDP-Bundestagsabgeordneten Hartmut Ebbing aus Berlin erhoben. Demnach soll Ebbing gemeinsam mit einer Lehrerin aus dem Raum Goslar, Niedersachsen, deren siebenjährigen Sohn sexuell missbraucht haben.
Der frühere FDP-Politiker soll bereits wegen Kinderpornografie zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden sein. Ebbing gehörte von 2017 bis 2021 für die FDP dem Deutschen Bundestag an. Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer engagierte sich nach eigenen Angaben in einem Verein für Kinder- und Jugendrechte.
Bereits am 19. Februar 2025 soll der 69-Jährige vom Amtsgericht Tiergarten in Berlin wegen des Erwerbs kinderpornografischer Inhalte in vier Fällen sowie wegen der Verbreitung entsprechender Inhalte in elf Fällen zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden sein, berichtet die „Bild“. Nach Informationen aus Justizkreisen sollen sich die Taten zwischen September 2021 und Juni 2023 ereignet haben.
Die „Bild“ schreibt, dass laut Staatsanwaltschaft Ebbing im Jahr 2021 die Mutter des Kindes über ein Datingportal kennenlernte, eine Lehrerin aus dem Raum Goslar. Zwischen beiden habe sich eine sexuelle Beziehung entwickelt. Im Verlauf dieser Beziehung soll die Frau sexuelle Handlungen an ihrem damals siebenjährigen Sohn vorgenommen, diese fotografiert und die Bilder an Ebbing geschickt haben.
Im September 2021 soll Ebbing den Jungen während eines Besuchs in Goslar selbst sexuell missbraucht haben. Die Lehrerin soll nun wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen und der Herstellung und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte angeklagt werden, so „Bild“.
Am 10. März soll das Verfahren gegen Ebbing vor dem Landgericht Braunschweig beginnen. Bis zu einer Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Die „Bild“ hat die FDP mit den Vorwürfen konfrontiert: „Die Vorwürfe sind uns nicht bekannt. Kindesmissbrauch ist ein grausames und schlimmes Verbrechen, das die Opfer ein Leben lang begleitet und das wir auf das Schärfste verurteilen.“










