
160 Kilometer Verfolgungsjagd
Mordermittlungen gegen deutschen Raser in Österreich
Aktualisiert am 12.02.2026 – 17:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein junger Deutscher missachtet eine Straßensperre und will sich dann nicht von der Polizei stoppen lassen. Eine wilde Verfolgungsjagd über 160 Kilometer beginnt.
Nach einer 160 Kilometer langen Verfolgungsjagd in Österreich ermittelt die Polizei gegen einen Raser aus Deutschland: Dem jungen Mann wird versuchter Mord vorgeworfen.
Der 29-Jährige aus dem hessischen Dietzenbach soll am Montag gegen 21.15 Uhr auf der Westautobahn bei Wels westlich von Linz in Oberösterreich auffällig geworden sein. Für Bodenmarkierungsarbeiten hatten zwei Streifenwagen ein Teilstück der Autobahn komplett gesperrt, aber der Audi-Fahrer lenkte seinen Wagen einfach rechts an einem der Polizeiautos vorbei und ignorierte die Sperre.
Danach soll er mit hohem Tempo auf einen Bauarbeiter zugerast sein. Der Mann habe sich nur durch einen Sprung zur Seite retten können, teilte die Staatsanwaltschaft Wels mit.
Anschließend lieferten sich der 29-Jährige und die Polizei eine wilde Verfolgungsfahrt quer durch Österreich. Dabei soll der Flüchtige drei Polizeifahrzeuge gerammt und beschädigt haben. Er habe mehrfach versucht, Streifenwagen von der Fahrbahn abzudrängen, hieß es. Teilweise habe der Fahrer auf mehr als 200 km/h beschleunigt.
Schließlich war nach rund einer Stunde die wilde Flucht in Niederösterreich zu Ende. Einsatzkräften gelang es, den Wagen zum Stehen zu bringen. Berichten zufolge waren die Reifen am Audi mittlerweile platt, rechts vorn sei der Raser auf der Felge gefahren.
Der 29-Jährige sitzt laut Justiz nun in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird außerdem wegen versuchter schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt ermittelt.










