Weitere Schäden verhindern

Öldeckel verloren: Was Sie tun können


Aktualisiert am 03.07.2026 – 13:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Vater prüft Ölstand: Der Öldeckel kann anschließend schnell in Vergessenheit geraten. (Quelle: IMAGO/Anastasiya Amraeva/imago)

Beim Messen des Ölstands verlegt oder vergessen – bei Verlust des Öldeckels sollte man sofort handeln. Diese Maßnahmen sind nützlich.

Der ist Ölstand gemessen und neues Öl nachgefüllt, doch jetzt ist der Deckel weg. Das kann auch passieren, wenn er nicht richtig draufgeschraubt wurde. Der Verlust des Öldeckels ist nicht nur schlecht für den Motorraum. Austretendes Öl ist umweltschädlich und kann Strafen nach sich ziehen. Welche Maßnahmen helfen, zeigt dieser Ratgeber.

Maßnahmen, wenn der Öldeckel weg ist

Ist der Öldeckel weg, ist schnelles Handeln gefragt. Fehlt der Deckel, verteilt sich beim Fahren das Öl im Motorraum und früher oder später meldet sich die Ölkontrollleuchte. Was jetzt hilft:

  • Den Motorraum noch einmal nach dem Deckel überprüfen. Liegt der Deckel unter dem Motor auf der Abdeckung, kann man das durch ein Klopfen von unten gegen die Abdeckung herausfinden. Rappelt es, liegt das entweder am Deckel oder an vergessenem Werkzeug. Auf einer Hebebühne kann die Abdeckung entfernt und die Gegenstände gesichert werden.
  • Taucht der Deckel nicht wieder auf, sollten Besitzer schnellstmöglich einen neuen Öldeckel besorgen. Möglich sind Bestellungen in der Autowerkstatt oder im Internet. Achten Sie auf die richtige Größe. Öldeckel haben keine Standardgröße.
  • Mit etwas Geschick lässt sich die Öffnung provisorisch verschließen. Dafür nutzt man festes Material wie Holz oder Blech, wobei der Deckel mindestens so groß wie der äußere Rand des Stutzens sein sollte. Darüber werden zwei Socken gestülpt und eng mit Kabelbinder, Draht oder einer stabilen Kordel gesichert. Gummiband muss unbedingt vermieden werden, da es bei Hitze porös wird und reißt.
  • Bis der neue Öldeckel vorhanden ist, sollten Sie regelmäßig den Ölstand überprüfen und so wenig wie möglich fahren.

Allgemeines zum Öldeckel

Der Öldeckel überdeckt den Einfüllstutzen und schützt das System vor Verschmutzungen. Gleichzeitig verhindert er ein Austreten des Öls in den Motorraum. Das zeitnahe Auswechseln eines undichten oder porösen Öldeckels ist zu empfehlen. Wichtig ist auch, dass beim Aufschrauben keine Partikel ins Ölsystem gelangen.

Auf der Innenseite sollte sich außerdem kein weißer Schaum befinden. Das deutet in der Regel auf unerwünschtes Wasser im Ölsystem hin. Eventuell hat das einen kostspieligen Austausch der Zylinderkopfdichtung zur Folge.

Zu viel Öl im System

Wenn Sie beim Nachfüllen zu viel Schmierstoff eingegeben haben, sammelt sich das Öl möglicherweise in der Ölwanne und führt zur Bläschenbildung. Besonders beim Dieselmotor besteht das Risiko eines sogenannten „Ölziehers“. Der Motor saugt dann das Öl an und verbrennt es. Das verursacht teure Motorschäden.

Was hilft in einem solchen Fall? Wenn der Ölstab knapp über „max“ anzeigt wird, kann es die Werkstatt meist noch richten. Bei einer größeren Ölmenge hingegen sollte der Pannendienst gerufen werden. Das Fahrzeug darf dann auf keinen Fall gestartet werden!

Auch von Do-it-yourself-Versuchen ist abzuraten. Fachleute saugen das überschüssige Öl ab. Alternativ kann ein wenig Öl aus der Ölwanne abgelassen werden. Möglich ist auch ein komplettes Ablassen und Wiederauffüllen in vorgeschriebener Menge.

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