Messungen in Köln bestätigen

Rhein knackt traurigen Rekord

Aktualisiert am 01.08.2026Lesedauer: 2 Min.

Ein Binnenschiff fährt über den Rhein: So niedrig war der Pegelstand in Köln noch nie. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Seit Tagen sinkt der Wasserstand des Rheins durch die Trockenheit merklich. Jetzt ist eine historische Marke unterschritten.

Das Niedrigwasser des Rheins hat in Nordrhein-Westfalen an der ersten Stelle einen historischen Tiefpunkt erreicht. Am Rhein-Pegel Köln wurden am Morgen 68 Zentimeter gemessen.

Das ist ein Zentimeter weniger als der bisherige Rekord-Tiefstand dieses Pegels vom 23. Oktober 2018, wie aus den Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht. Im weiteren Tagesverlauf soll das Wasser laut Prognose aber wieder etwas steigen, bis auf 71 Zentimeter.

  • Ein Todesopfer: Behörden riegeln deutschen Nationalpark ab
  • Pünktlich zum Ferienstart: Blechlawine am Gotthard-Tunnel – massive Wartezeiten

Wie die Stadt Köln mitteilte, liegt der Pegelstand im Zehn-Jahres-Mittelwert bei 2,97 Metern. Ab 6,20 Metern wird demnach die erste Hochwasserstufe erreicht.

Bereits am Freitag hatte der Pegelstand des Rheins im rheinland-pfälzischen Kaub den Tiefststand aus dem Jahr 2018 erreicht, aber nicht unterboten: Es wurden 25 Zentimeter gemessen, genauso viel wie am 22. Oktober 2018.

  • Was bedeuten die Begriffe? Pegelstand, Pegel und Wasserstand erklärt

Rhein und Donau: Niedrigwasser führt zu Problemen

In Duisburg-Ruhrort sank der Pegelstand zum ersten Mal wieder auf sein bisheriges historisches Tief von 153 Zentimetern. Unterschritten werden soll er entgegen vorherigen Erwartungen aber nun nicht mehr.

Dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt zufolge ergeben sich daraus unter anderem Auswirkungen auf die Schifffahrt. „Die Schifffahrt kann weniger zuladen, die Fahrten werden dadurch mit fallendem Pegel unwirtschaftlicher.“ Weitere Auswirkungen sind etwa, dass die niedrigen Wasserstände alte Munition freilegen, die Personenschifffahrt und Rheinfähren ausgebremst werden und Sportbootsverleihen die Kunden ausbleiben. Hohe Wassertemperaturen führen zudem zu Stress für Lebewesen und zu mangelnder Sauerstoffverfügbarkeit.

Auch an der Donau hatte es zuletzt extremes Niedrigwasser gegeben. In Bulgarien musste daher ein komplettes Kreuzfahrtschiff evakuiert werden, das sich auf dem Grund festgefahren hatte.

Share.
Die mobile Version verlassen