Energie- und Wirtschaftskrise
Ökonomin: Reiche soll mit Habeck reden
03.04.2026 – 04:04 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Ökonomin Ulrike Malmendier sieht ungenutztes Potenzial im politischen Austausch. Sie fordert Gespräche über Parteigrenzen hinweg.
Die Ökonomin Ulrike Malmendier hat einen direkten Austausch zwischen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und ihrem Vorgänger Robert Habeck angeregt.
Beide Politiker hätten mit vergleichbaren Problemen zu kämpfen gehabt, sagte Malmendier dem „Stern“ und dem Sender ntv. Die Krisen seien geprägt von steigenden Energiepreisen, wirtschaftlicher Unsicherheit und tiefgreifenden Anpassungsprozessen. „Ich würde mir wünschen, dass Frau Reiche und Herr Habeck mal reden würden“, erklärte sie.
Aus Sicht der früheren Wirtschaftsweisen werde vorhandenes Wissen nicht ausreichend genutzt. „Warum tauscht man sich nicht intensiver aus?“, fragte Malmendier. Gerade in schwierigen Phasen sei es sinnvoll, Erfahrungen weiterzugeben – auch über Parteigrenzen hinweg. Deutschland könne es sich nicht leisten, auf dieses Wissen zu verzichten.
Malmendiers Amtszeit im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist inzwischen ausgelaufen. Neu in das Gremium berufen wurde der österreichische Ökonom Gabriel Felbermayr, der ihr nachfolgt. Dass Malmendiers Mandat nicht verlängert wurde, hatte Kritik ausgelöst. Berichten zufolge sei die Entscheidung auch innerhalb des Rates auf Überraschung gestoßen.












