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Home » Öffentliche Ladesäulen teurer als Diesel
Mobilität

Öffentliche Ladesäulen teurer als Diesel

Von zeit-heute.deFebruar 2, 20262 Min Gelesen
Öffentliche Ladesäulen teurer als Diesel
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Öffentliche Ladesäulen teurer als Diesel

Bittere Wahrheit übers E-Auto

Das Sparwunder, das zur Preisfalle wird


02.02.2026 – 17:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Teurer Strom: Wer öffentlich lädt, zahlt drauf – oft sogar mehr als für einen modernen Diesel. (Quelle: IMAGO/Arnulf Hettrich)

Wer sein Elektroauto zu Hause lädt, spart gegenüber dem Benziner mehr als die Hälfte. Doch an öffentlichen Ladesäulen kippt die Rechnung. Dann tanken Diesel-Fahrer oft günstiger.

E-Auto oder Verbrenner? Für viele Autofahrer ist die Entscheidung vor allem eines: eine Rechenaufgabe. Wer die Kosten vergleicht, muss jedoch genau hinsehen, wo er den Strom bezieht. Denn der Preisvorteil gegenüber Benzin und Diesel ist keine Selbstverständlichkeit. Er entscheidet sich an der Steckdose. Und zwar an jeder einzelnen. Das zeigt eine Analyse des Vergleichsportals Verivox.

Demnach kostet der Strom für ein E-Auto der Mittelklasse zu Hause im Schnitt 5,86 Euro pro 100 Kilometer. Ein vergleichbarer Benziner verbraucht auf derselben Strecke Sprit für 13,34 Euro.

Das bedeutet: Wer in der eigenen Garage lädt (Durchschnittspreis: 34,76 Cent/kWh), zahlt über die Hälfte (56 Prozent) weniger als der Fahrer eines Benziners. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 12.000 Kilometern spart der Umstieg auf Strom somit fast 900 Euro. Auch gegenüber dem Diesel bleibt eine Ersparnis von rund 30 Prozent – aber nur, solange das Auto am heimischen Netz lädt.

Das Bild dreht sich nämlich, sobald der Stromer unterwegs Energie braucht. Besonders das schnelle Laden (Gleichstrom, 60 Cent/kWh) an öffentlichen Säulen ist teuer. Hier steigen die Kosten für 100 Kilometer auf 10,12 Euro (bei normalem Ladetempo: 8,77 Euro).

Damit verliert das E-Auto seinen finanziellen Vorsprung. Im Vergleich zum Diesel, der pro 100 Kilometer mit etwa 8,38 Euro kalkuliert wird, ist das schnelle Laden 21 Prozent teurer. Selbst an normalen öffentlichen Ladesäulen (Wechselstrom, 52 Cent/kWh) kostet der Strom oft mehr als der Sprit für einen modernen Dieselmotor.

Allerdings: Günstiger als der Benziner ist das Elektroauto in allen Fällen.

Die Daten zeigen: Derzeit lohnt sich der Umstieg aufs Elektroauto vor allem für Eigenheimbesitzer. Laut Umfragen laden bereits 71 Prozent der E-Auto-Besitzer überwiegend zu Hause. Für sie geht die Rechnung auf. Wer hingegen in der Stadt wohnt und auf öffentliche Ladesäulen angewiesen ist, zahlt bei den aktuellen Strompreisen oft mehr als für ein herkömmliches Dieselfahrzeug. Aber das wird sich schon bald ändern.

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