Strecke Berlin – München
Gerissene Oberleitung stoppt ICE stundenlang
11.04.2026 – 20:51 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein ICE mit Hunderten Reisenden kam bei Bülzig zum Stehen – mehrere Personen wurden verletzt. Die Strecke ist weiterhin gesperrt, der Bahnverkehr läuft über Umwege.
Bei Zahna-Elster in Sachsen-Anhalt riss am Mittag eine Oberleitung und fiel auf einen ICE der Strecke Berlin – München. Der Zug blieb im Ortsteil Bülzig außerhalb eines Bahnhofs stehen.
Laut einer Bahnsprecherin wurden die Fenster des Zuges beschädigt und zwei Fahrgäste leicht verletzt. Nach Angaben des Sprechers des Landkreises Wittenberg seien zudem zwei Menschen an Bord wegen Panik und Kreislaufproblemen kollabiert – er stützte sich dabei auf ihm vorliegende Informationen. Eine vorsorglich eingerichtete Rettungsbasis am Bahnhof Lutherstadt-Wittenberg sei laut Bahnsprecherin letztlich nicht benötigt worden.
Die Evakuierung gestaltete sich schwierig. Von der Bahn hatte es zunächst geheißen, ein Ersatzzug könne wegen abgeschalteten Stroms nicht eingesetzt werden. Laut Landkreis und Feuerwehr war daraufhin das Abschleppen des ICE mit den Passagieren an Bord geplant worden. Ein Schleppzug der Deutschen Bahn war vor Ort und habe den Zug mit Druckluft aufgepumpt, hatte es geheißen.
Am Abend löste sich die Lage auf. Einem dpa-Reporter vor Ort zufolge fuhr der ICE eigenständig zum Bahnhof Lutherstadt-Wittenberg. Der Landkreis-Sprecher bestätigte, dass die Reisenden den Bahnhof um 18.48 Uhr in einem Ersatzzug verlassen haben.
Züge zwischen Berlin, Halle und Leipzig werden laut Bahn über Dessau und Wiesenburg umgeleitet. Das führt zu Verspätungen von rund 40 Minuten. Der Halt Lutherstadt Wittenberg entfällt, Ersatzhalt ist Dessau. Wie lange die Reparatur der Oberleitung den Bahnverkehr noch beeinträchtigt, ist nicht bekannt.











