
„Werde ich nicht dulden“
Kölns neuer OB greift durch – klare Worte an die Drogenszene
28.11.2025 – 06:55 UhrLesedauer: 1 Min.
Klare Worte von Kölns neuem OB: Torsten Burmester will den öffentlichen Drogenkonsum am Neumarkt beenden. Dafür hat er einen konkreten Plan.
Kölns neuer Oberbürgermeister Torsten Burmester will den offenen Drogenkonsum am Neumarkt beenden. „Wenn das Suchthilfezentrum in Betrieb geht, kann und werde ich nicht dulden, dass am Neumarkt noch öffentlich Drogen konsumiert werden“, sagte der SPD-Politiker im Interview mit der „Kölnischen Rundschau“.
Der Neumarkt gilt seit Jahren als größter Drogen-Hotspot der Stadt. Das Problem: Rund um den bestehenden Drogenkonsumraum im Gesundheitsamt gibt es keine Aufenthaltsmöglichkeiten – die Süchtigen sind gezwungen, sich im öffentlichen Raum aufzuhalten.
Burmester plant deshalb ein neues Suchthilfezentrum in rund 900 Metern Entfernung. Dort sollen neben Konsumräumen auch Betreuung, medizinische Versorgung und Übernachtungsmöglichkeiten entstehen – zunächst in Containern, um schnell handeln zu können. Sobald das Zentrum steht, soll der Konsumraum am Neumarkt schließen.
Den genauen Standort hält der OB noch geheim. Mit Anwohnerprotesten rechnet er. „Wir haben eine Verantwortung gegenüber den Anwohnern, aber auch gegenüber den Drogenkranken“, sagte Burmester. Alle demokratischen Ratsfraktionen und die Polizei unterstützten das Vorhaben.









