Wahl in Baden-Württemberg
Neuer Landtag überrascht mit einer Zahl
Aktualisiert am 09.03.2026 – 15:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Plenum des Stuttgarter Landtags sollte die Hälfte der Sitze mit Frauen besetzt werden. Nur zwei Parteien erfüllen diese Vorgabe.
Einen Tag nach dem Wahlkrimi in Baden-Württemberg herrscht Ernüchterung über die Zusammensetzung des neuen Landtags. So sind unter den 157 Abgeordneten des neuen Parlaments nur 53 Frauen. Das entspricht einer Quote von 33,8 Prozent. Zuletzt hatte der Frauenanteil im Plenum bei 33 Prozent gelegen.
Damit verfehlt der Stuttgarter Landtag sein selbstverordnetes Ziel, die Hälfte der Mandate an Frauen zu vergeben, wie das „Spiegel“-Magazin berichtet.
Der neue Stuttgarter Landtag wurde nach einem neuen Wahlrecht gewählt. Wie bei der Bundestagswahl wurden auch in Baden-Württemberg statt einer nun zwei Stimmen vergeben: eine für einen Bewerber aus dem Wahlkreis und eine für Landeslisten der jeweiligen Parteien. Zudem konnten bereits Menschen ab 16 Jahren wählen, statt wie zuvor ab 18 Jahren.
Auf den Landeslisten von CDU, SPD und Grünen in Baden-Württemberg fanden sich unter den ersten zehn Plätzen auch jeweils fünf Frauen. Weil aber die SPD abstürzte und bei Union und Grünen zunächst die Wahlkreiskandidaten zum Zug kamen, bleibt es bei der männlichen Dominanz. Bei der AfD fand sich unter den ersten zehn Listenrängen ohnehin nur eine einzige Frau.
Laut Landtagsverwaltung in Stuttgart sind bei Grünen und SPD die Hälfte der Abgeordneten Frauen, die Union kommt auf einen Anteil von 28,6 Prozent. Bei der AfD sind nur vier von 35 Abgeordneten weiblich, das entspricht einem Frauenanteil von 11,4 Prozent.
Unter dem Stichwort Parität – Gleichheit – gibt es seit Jahren eine Bewegung für die gleichmäßige Sitzverteilung an Männer und Frauen in deutschen Parlamenten. Eine entsprechende Initiative in Brandenburg scheiterte 2020.











