Nach gerade einmal vier Spielen endete nun also das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko für die deutsche Nationalmannschaft: Zwei Siege hatte die Mannschaft von Julian Nagelsmann zunächst geholt. Mit einem 7:1-Sieg gegen Curaçao war sie gestartet. Gegen einen Inselstaat, etwa so groß wie Bremen und mit weniger Einwohnern als Heidelberg.
Darauf folgte ein 2:1-Erfolg gegen die Elfenbeinküste. Das Siegtor hatte Stürmer Deniz Undav erst in der vierten Minute der Nachspielzeit erzielt. Danach unterlag die deutsche Mannschaft 2:1 gegen Ecuador und nun gegen Paraguay im Elfmeterschießen. Die deutsche Mannschaft ist damit bei der dritten Weltmeisterschaft in Folge vergleichsweise früh gescheitert: Auch 2018 in Russland und 2022 in Katar war schon nach der Vorrunde Schluss.
„Leider wieder verbockt“
Am Abend in Foxborough versuchte niemand im DFB-Team, das Versagen schönzureden. „Schlimm“ fühle es sich gerade an, sagte Spielführer Kimmich, nachdem sein Kollege Amiri wieder hinter dem schwarzen Vorhang verschwunden war. Man müsse jetzt nicht die Schuld beim Trainer oder bei dem Schiedsrichter suchen. „Am Ende haben wir es leider wieder verbockt“, resümierte der 31-Jährige.
Kimmich hatte schon in der Vergangenheit darüber gesprochen, dass die letzten Misserfolge in der Nationalmannschaft schwer auf ihm lasteten. Der 31-Jährige ist seit 2016 Teil der Nationalmannschaft. Große Erfolge sind seitdem ausgeblieben. „Ich habe Angst, in ein Loch zu fallen“, sagte Kimmich etwa 2022 nach dem Ausscheiden in Katar.
Darauf angesprochen, holte Kimmich am Montagabend weiter aus: Die Erfolge des DFB-Teams hätten ihn als Kind geprägt. Solche Momente wollte er auch den Kindern und Menschen in Deutschland „geben und bieten“. Stattdessen sei es der Mannschaft wieder nicht gelungen, mit guten Ergebnissen eine Euphorie zu entfachen.
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Welche Konsequenzen das frühe Ausscheiden nach sich ziehen sollte, vermochte Kimmich nicht zu sagen. Er hoffe aber nicht, dass das WM-Aus das Ende von Julian Nagelsmann als Nationaltrainer bedeute. Denn die Verantwortung sehe er bei den Spielern.
Mats Hummels, Weltmeister von 2014, hatte bei MagentaTV bereits darüber spekuliert, ob das WM-Aus auch einige Rücktritte in der Mannschaft bedeuten könnte. Kimmich schloss das allerdings für sich aus. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist aufgeben“, sagte Kimmich im Interview bei MagentaTV.
