„Nach außen hin verteidigt“

HSV-Trainer begründet Rauswurf von Dompé

05.08.2026 – 10:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Merlin Polzin: Der Coach braucht noch Verstärkung in der Offensive. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn)

Jean-Luc Dompé spielt beim HSV schon etwas länger keine Rolle mehr. Trainer Merlin Polzin erklärt über die nicht nur sportlichen Gründe auf.

Nach vier gemeinsamen Jahren gehen der Hamburger SV und Offensivspieler Jean-Luc Dompé getrennte Wege, für Trainer Merlin Polzin ein Ende mit Enttäuschung: „Natürlich hatte sich die Beziehung zu ihm nach den Vorfällen im Januar auch verändert, inklusive der fehlenden Einsicht von seiner Seite – uns und der Mannschaft gegenüber“, zeigte er sich bedrückt. „Es ist kein schönes Gefühl, wenn du ihn nach außen hin verteidigst, aber das Gefühl hast, dass von der anderen Seite nichts kommt.“

Anfang der Woche teilte der Bundesligist mit, dass Dompé keine Perspektive mehr beim HSV besitze. Der 30-jährige Mittelfeldspieler ist für Gespräche mit anderen Klubs freigestellt. Seine Zeit in Hamburg ist negativ behaftet. Ende Januar war Dompé mit einer Alkoholfahrt negativ aufgefallen und zwischenzeitlich suspendiert worden. Zudem musste der Profi eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich zahlen.

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„Das passt eben nicht mehr“

Der jetzige Entschluss, den Franzosen freizustellen, sei zwar nur aus sportlichen Gründen erfolgt. Trainer Polzin ließ aber noch mehr durchblicken.

„Wir hatten schon zu Saisonende mit ihm ein Gespräch geführt. (…) Es ist nichts weiter vorgefallen, es gab keinen ausschlaggebenden Grund. Es ist eben die Summe daraus, dass wir uns verändern wollen“, erklärte Polzin und fügte an: „So muss man sich in die Augen schauen und sagen: Das passt eben nicht mehr.“ Aus seinem Sommerurlaub soll Dompé mit schlechten Fitnesswerten zurückgekehrt sein.

Schon in der vergangenen Saison spielte der Franzose aber eine immer kleinere Rolle in den Plänen von Polzin. Dompé war im Sommer 2022 von Zulte Waregem aus Belgien zum HSV gekommen und bestritt bislang 87 Pflichtspiele für die Norddeutschen. In der abgelaufenen Spielzeit war er immer wieder verletzt. Wohin es ihn zieht, ist noch unklar.

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