Eicher versagt beim Anzapfen – Saller liefert ab
Lob gab es auch von Teamkollege Eicher. „Er kann mit seiner Performance sehr, sehr zufrieden sein“, sagte der gebürtige Erdinger. Auf ihn selbst traf das hingegen nicht zu. Denn beim Anzapfen blieb der Ur-Bayer weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Während Tölz‘ Alex Großrubatscher das Fass mit nur einem Schlag anzapfte, hatte Eicher sichtlich Schwierigkeiten.
„Ich habe mir eigentlich zwei Schläge als Ziel gesetzt“, erklärte er anschließend. Ganze vier Schläge hatte er tatsächlich benötigt. Den ersten versemmelte er gar dermaßen, dass ihm erst einmal das ganze Bier entgegenschoss und dann in Strömen auf den Boden floss. „Fuck“, entfuhr es Eicher daraufhin.
So musste Co-Trainer Saller die Kohlen für die Münchner „Löwen“ im dritten Spiel aus dem Feuer holen, um eine realistische Chance auf den Sieg noch aufrechtzuerhalten. Und der 28-Jährige lieferte ab. In nur 43 Sekunden trug er zehn volle Maßkrüge zwei Runden über mehrere Hindernisse durch die „Sechzgeralm“ und war damit eine beziehungsweise zwei Sekunden schneller als Maximilian Kastner von den Red Bulls und Florian Kästele von den Tölzer Löwen.
„Löwen“ müssen weiter auf den vierten Triumph warten
Nachdem alle Teams je eine Disziplin gewonnen hatten, fiel die Entscheidung über den Sieg im Nageln. Dabei mussten die Teams so schnell wie möglich jeweils drei lange Nägel in ein Holzfass hämmern. Erst wenn ein Nagel komplett versenkt war, durfte der nächste Teamkollege beginnen. Am schnellsten fertig waren die Tölzer.
Damit sicherte sich der Eishockey-Oberligist nach 2024 zum zweiten Mal in Folge den Sieg bei den Hacker-Pschorr „Wiesn-Champions“. Für die Münchner „Löwen“, die am Ende Zweiter wurden, heißt es hingegen, mindestens ein weiteres Jahr auf den vierten Triumph zu warten. Letztmals gewann „Sechzig“ 2019.
