
Elektrifizierung geht weiter
Mazda CX-6e: Dieses SUV ähnelt einer Designerwohnung
12.01.2026 – 14:01 UhrLesedauer: 3 Min.
Mit dem CX-6e folgt Mazdas nächstes Elektromodell. Es basiert auf einer chinesischen Plattform und setzt auf Design.
Mazda setzt gern auf Eigenheiten wie den Wankelmotor oder auf Modelle wie den elektrischen MX-30, der mit bewusst begrenzter Reichweite auf den Markt kam. Auch beim neuen CX-6e bleibt sich die Marke treu und geht einen eigenen Weg bei Design und Ausstattung: Das vollelektrische SUV basiert auf der Plattform des Mazda 6e, ist aber gezielt an europäische Erwartungen angepasst.
Weil Mazdas eigene Elektroplattform noch in Arbeit ist und erst 2027 bereitstehen soll, nutzt der Hersteller erneut die Architektur des chinesischen Partners Changan. Die Basis ist die der Limousine 6e, doch Mazda betont, dass wesentliche Elemente wie Fahrwerk, Software, Bedienstruktur und Assistenzfunktionen am Entwicklungsstandort Oberursel überarbeitet wurden.
Christian Schulze, Vizechef des dortigen Technikzentrums, begründet den Ansatz mit einem klaren Ziel: „Unsere Kunden legen mehr Wert auf Design und Komfort, die wollen nicht in Formel-1-Manier über die Landstraße hetzen.“ Statt vieler Varianten gibt es daher nur eine Motorisierung mit 190 kW (258 PS) und einen Heckantrieb. Allrad- oder Performance-Optionen sind nicht vorgesehen.
Mazda setzt auf eine 78 Kilowattstunden große LFP-Batterie. Die verspricht eine Reichweite von bis zu 484 Kilometern. Geladen wird wahlweise mit 11 kW Wechselstrom oder bis zu 195 kW an Gleichstrom-Säulen. Der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent soll etwa 24 Minuten dauern.
Mit einer Länge von 4,85 Metern und einem Radstand von 2,90 Metern gehört der CX-6e zur Mittelklasse. Im Design setzt er sich deutlich von anderen Mazda-SUVs ab und spielt vor allem hier seine Eigenheiten aus: flacher, breiter, mit glatten Flächen und schmalen Lichtbändern. Serienmäßig ist ein 1,05 Quadratmeter großes, nicht zu öffnendes Glasdach mit integriertem Rollo.
Im Innenraum bietet der CX-6e dank flachem Boden und langem Radstand gute Platzverhältnisse, vor allem im Fond. Die Rückseiten der Vordersitze sind so geformt, dass sie mehr Knieraum ermöglichen. Fondpassagiere können Temperatur, Lüftung, Sitzheizung und Sonnenschutz über ein separates Touchpanel steuern. Fahrer und Beifahrer hören über Bluetooth-Lautsprecher in den Kopfstützen auch getrennt Musik. Der Kofferraum fasst 484 Liter, der Frunk unter der Fronthaube bringt zusätzlich 83 Liter.











