
Thriller aus Hamburgs Unterwelt
Das vergessene Viertel, das die Nazis auslöschten
17.11.2025 – 11:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein neuer historischer Roman enthüllt ein fast vergessenes Kapitel der Hamburger Geschichte. Das Buch „Hamburg Chinatown“ führt in die Unterwelt der 1920er Jahre.
Das chinesische Viertel, das knapp 50 Jahre rund um die Schmuckstraße auf St. Pauli bestand – bis es 1944 gewaltsam von den Nazis ausgelöscht wurde –, war lange fast vergessen. Ein neues Buch holt dieses Kapitel der Hamburger Geschichte jetzt zurück.
Der historische Thriller „Hamburg Chinatown“ des Autorenduos Anette Strohmeyer und Eric Niemann greift dieses Thema auf. Das Werk erinnert stilistisch an die bekannte Serie „Babylon Berlin“ und versetzt Leser in die 1920er Jahre.
Im damaligen chinesischen Viertel Hamburgs hatten sich zwielichtige Unterhaltungsetablissements und Verbrecherbanden etabliert. Die Handlung folgt Ordnungspolizist Peder Hansen, der nach dem Mörder seines Bruders sucht. Sein Gegenspieler: Woo Chong, der König des Nachtlebens und Chef der organisierten Kriminalität.
Die Geschichte vertieft sich, als ein mysteriöser Unbekannter den Opiumhandel in Hamburg kontrolliert und Mitwisser beseitigt. Hansen verbündet sich mit dem undurchsichtigen Li Lim aus Shanghai, um Zugang zum chinesischen Milieu zu erhalten. Li verfolgt jedoch eigene mörderische Ziele.
Die Autoren schildern das Milieu anschaulich, ohne Klischees. Die gegensätzlichen Charaktere verleihen dem Roman Spannung und psychologische Tiefe.










