
Nach Blackout im Südwesten
Freiwillige Helfer sollen per Handy alarmiert werden
28.01.2026 – 17:32 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Katastrophenschutz in Berlin ist ausbaufähig – das zeigt der tagelange Stromausfall Anfang Januar. Eine neue Funktion soll freiwillige Helfer mobilisieren.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat nach einem Treffen mit den Bezirksbürgermeistern ein neues System zur Alarmierung freiwilliger Helfer angekündigt. Die Hauptstadt will bei künftigen Krisen und Katastrophen verstärkt auf den spontanen Einsatz von Freiwilligen setzen, sagte Spranger.
Bei dem Treffen seien die Konsequenzen aus dem tagelangen Stromausfall im Berliner Südwesten besprochen worden. Für die Alarmierung soll die Software KatHelfer des Telekom-Tochterunternehmens T-Systems genutzt werden.
Die Software diene der besseren Vernetzung und Organisation freiwilliger Helfer im Katastrophenfall. Wer grundsätzlich zur Hilfe bereit ist, könne registrieren lassen und dabei Angaben zu eigenen Fähigkeiten machen. So lasse sich einschätzen, ob jemand eher zum Übersetzen, zum Schultern schwerer Lasten oder zum Befüllen von Sandsäcken geeignet ist.
Im Bedarfsfall komme die Alarmierung per Messenger wie Signal, WhatsApp oder Telegram aufs Smartphone. Die Helfer werden dann schneller dort eingeteilt, wo sie je nach ihren Kompetenzen und Talenten gebraucht werden. Einen Starttermin für das KatHelfer-Projekt in Berlin gibt es Spranger zufolge bisher nicht.
Die Innensenatorin will mit der Umsetzung keine Zeit verlieren. Berlin ist ihren Angaben zufolge das erste Bundesland, das mit diesem System arbeiten werde.










