Ab Mittwoch im TV und Stream
Neue ZDF-Doku greift Missbrauchsfall bei Union Berlin auf
06.10.2026 – 19:02 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine ZDF-Doku zeigt, welche Strukturen Missbrauchstaten im Jugendfußball ermöglichen. Auch anhand eines Berliner Falls.
Mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche spielen in Deutschland Fußball – für manche Täter ist das eine Gelegenheit für sexuelle Übergriffe. Ab Mittwoch, 7. Oktober 2026, zeigt das ZDF die Dokumentation „Tatort Jugendfußball“: ab 9 Uhr im Streaming-Portal, um 22.45 Uhr im linearen Programm.
Zwei Fälle stehen im Mittelpunkt – darunter einer aus Berlin. Ein Jugendtrainer bei Union Berlin soll seinen Spielern den Profifußball in Aussicht gestellt und das Vertrauen für sexuelle Übergriffe genutzt haben. Das Landgericht Berlin verurteilte den Mann im Januar 2026 wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurden.
Das ist der zweite Fall der ZDF-Dokumentation
Auch ein anderer Fall wird behandelt: Ein Trainer aus dem Ruhrgebiet soll Kinder über mehrere Jahre misshandelt und gedemütigt haben – die Taten kamen erst ans Licht, als sich ein Betroffener an die Polizei wandte.
Hummels fragt, welche Strukturen im Fußball solche Taten ermöglichen – und wie sie sich verhindern lassen. Als Vergleich dient England: Nachdem 2016 bekannt wurde, dass ein Trainer dort Dutzende Kinder jahrelang missbraucht hatte, leitete der englische Verband eine umfassende Aufarbeitung ein. Hummels trifft einen der damals Betroffenen und konfrontiert den DFB mit der Frage, was sich im deutschen Fußball ändern müsse.











