Doch keine Schusswunden
Neue Enthüllungen um ermordeten Sportjournalisten
23.07.2026 – 21:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Der gewaltsame Tod von Luigi Esposito wirft weiter Fragen auf. Neue Obduktionsergebnisse führen nun zu einem grausamen Verdacht. Wurde er bei lebendigem Leib verbrannt?
Der Tod des italienischen Sportjournalisten Luigi „Luca“ Esposito beschäftigt die Ermittler weiter. Neue Ergebnisse der Obduktion werfen zusätzliche Fragen auf. Demnach ist unklar, ob der 53-Jährige bereits tot war, als sein Körper in Brand gesetzt wurde.
Esposito war am Samstagabend als vermisst gemeldet worden. Einen Tag später entdeckten Feuerwehrleute bei Löscharbeiten auf einem abgelegenen Feld in der Provinz Salerno seine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche. Identifiziert werden konnte der Tote erst anhand seines Autoschlüssels.
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Die inzwischen abgeschlossene Obduktion ergab entgegen erster Berichte keine Schussverletzungen. Stattdessen stellten die Gerichtsmediziner zahlreiche Verletzungen fest, darunter Brüche im Gesicht, an den Rippen und am Becken sowie schwere Kopfverletzungen. Ob diese durch Gewalteinwirkung oder die große Hitze des Feuers entstanden sind, ist bislang unklar.
Nach Informationen italienischer Medien konnten die Rechtsmediziner nicht feststellen, ob Esposito bereits tot war, als das Feuer gelegt wurde. Derzeit halten sie beide Möglichkeiten für etwa gleich wahrscheinlich. Weitere Untersuchungen sollen Klarheit bringen. Die Behörden suchen außerdem nach Espositos Mobiltelefon, das weder am Fundort seiner Leiche noch in seinem Auto gefunden wurde.
Nach bisherigen Erkenntnissen war Esposito am Samstag gegen 23 Uhr mit seinem weißen Lancia in das abgelegene Gebiet gefahren. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie er sein Auto verließ und zu Fuß weiterging. Offenbar wollte er dort jemanden treffen.
Widersprüche in Espositos Privatleben
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes. Geleitet wird das Verfahren von Italiens Anti-Mafia-Staatsanwalt Raffaele Cantone. Die Region um Salerno gilt als Hochburg der Camorra.
Im Zuge der Ermittlungen kamen auch neue Fragen zu Espositos Privatleben auf. Über Jahre soll er Freunden erzählt haben, bei der Umweltbehörde ARPAC gearbeitet zu haben. Nach seinem Tod widersprach die Behörde dieser Darstellung und erklärte, Esposito sei dort nie beschäftigt gewesen. Auch eine von ihm angegebene Mitgliedschaft in der Biologenkammer stellte sich als falsch heraus.
Esposito galt als gut vernetzt in der Fußballszene Region Kampanien in Süditalien. Für die Zeitung „La Città di Salerno“ berichtete er über den regionalen Fußball und war regelmäßig als TV-Experte zu sehen. Freunde und Kollegen beschrieben ihn als offen und kontaktfreudig. Seine Schwester äußerte, er habe keine bekannten Feinde gehabt.
Bislang wurde niemand festgenommen. Das Motiv für die Tat ist weiterhin unklar.












