Stundenlanger Nervenkrieg endet blutig
Polizei feuert auf seit Monaten gesuchten Verbrecher
30.03.2026 – 11:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Einer der meistgesuchten Verbrecher Australiens ist tot. Monatelang war er abgetaucht, jetzt entdeckte ihn die Polizei. Am Ende fielen zahlreiche Schüsse.
Der seit August gesuchte doppelte Polizistenmörder Dezi Freeman ist am Montagmorgen im Kugelhagel der Polizei gestorben. „Ein böser Mann ist tot“, sagte die Premierministerin des australischen Bundesstaates Victoria, Jacinta Allan. „Es ist vorbei – und es ist gut, dass diese Person keine Bedrohung mehr für die Bevölkerung von Victoria darstellt.“
Spezialeinheiten hatten den 56.Jährigen am Morgen (Ortszeit) auf einem abgelegenen Grundstück nahe der Ortschaft Thologolong im Bundesstaat Victoria aufgespürt. Er war einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes.
Freeman wurde der sogenannten „Sovereign Citizens“-Szene zugerechnet – einer ideologischen Strömung, die mit den deutschen „Reichsbürgern“ vergleichbar ist. Zuerst galt er nur als notorischer Querulant, dann wurde es gefährlich.
2019 versuchte er, einen Richter zu verhaften. 2021 warf er dem ehemaligen Premierminister von Victoria Hochverrat und Betrug vor. 2024 wurde er wegen überhöhter Geschwindigkeit angehalten, weigerte sich aber, einen Drogentest zu machen und fuhr einfach davon. Freeman wurde die Waffenbesitzkarte entzogen.
Am 26. August 2025 sollten Beamte sein Anwesen in Porepunkah, rund 300 Kilometer nordöstlich von Melbourne, durchsuchen. Es ging um zurückliegende Sexualdelikte. Freeman eröffnete das Feuer, erschoss zwei Polizisten und verletzte einen dritten schwer. Dann verschwand er im dichten Buschland hinter seinem Grundstück.
Eine großangelegte Suche begann. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Türen zu verriegeln und im Haus zu bleiben, da Freeman vermutlich schwer bewaffnet sei. Für Hinweise auf ihn wurde eine Belohnung von einer Million Australischer Dollar (600.000 Euro) ausgesetzt. Freemans Ehefrau ließ unterdessen über ihren Anwalt eine Erklärung veröffentlichen: Sie teilte seine extremistischen Ansichten nicht, hieß es darin. Außerdem sprach sie den Familien der erschossenen Polizisten ihr Beileid aus und rief ihren Mann auf, sich zu stellen.
Im Februar erklärte die Polizei, sie gehe „stark davon aus“, dass Freeman tot sei, nachdem er trotz großem Kräfteeinsatz immer noch nicht gefunden worden war. Doch dann entdeckten die Beamten ihn doch noch.










