Absturz droht
Nasa sucht Retter für Weltraumteleskop „Hubble“
02.11.2026 – 11:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Jahrzehntelang hat „Hubble“ Bilder aus den Tiefen des Alls geliefert. Jetzt droht der Absturz des Teleskops. Die Nasa prüft eine Rettungsaktion.
Die Nasa will das Weltraumteleskop „Hubble“ retten. Wie die US-Weltraumbehörde mitteilt, sucht sie nach Unternehmen, die das Teleskop wieder in eine höhere Umlaufbahn bringen können. Der Grund: Ohne eigenen Antrieb verliert „Hubble“ weiter an Höhe und dürfte 2033 oder 2034 unkontrolliert in die Atmosphäre eintreten und dort verglühen.
Nasa-Chef Jared Isaacman begründet die Initiative mit dem wissenschaftlichen Potenzial des Teleskops: „‚Hubble‘ hat noch wichtige wissenschaftliche Arbeit vor sich, und wir sollten jede vernünftige Möglichkeit prüfen, es so lange wie möglich am Laufen zu halten.“ Wenn es innovative und kosteneffiziente Wege gebe, die Lebensdauer eines bereits im Orbit befindlichen Geräts zu verlängern, sei man dem amerikanischen Steuerzahler und der Wissenschaftsgemeinde eine Prüfung schuldig, so Isaacman.
Technische Aufrüstung soll geprüft werden
Neben einer Anhebung von „Hubble“ in eine höhere Umlaufbahn ist laut Nasa auch eine technische Aufrüstung des Teleskops denkbar. Unternehmen mit entsprechenden Ideen könnten sich bis zum 30. November 2026 bei der Nasa melden.
Nasa-Wissenschaftsleiterin Nicky Fox verwies auf die gewachsenen Fähigkeiten der privaten Raumfahrtbranche und sagte: „Die kommerzielle Industrie hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt und bietet neue Möglichkeiten zum Einfangen und Warten von Satelliten im Orbit.“
„Hubble“-Mission war für 15 Jahre ausgelegt
„Hubble“ wurde 1990 mit der Raumfähre „Discovery“ ins All gebracht. Es umkreist die Erde in rund 500 Kilometern Höhe und benötigt für einen Umlauf etwa 95 Minuten. Mit seinem 2,4 Meter großen Hauptspiegel beobachtet es das Universum im sichtbaren Licht sowie im ultravioletten und nahinfraroten Bereich.
Ursprünglich war die Mission auf eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren ausgelegt. Dass das Teleskop inzwischen seit 36 Jahren Daten liefert, ist mehreren Wartungsmissionen zu verdanken. Zwischen 1993 und 2009 reparierten Astronauten das Teleskop insgesamt fünfmal und statteten es mit neuen wissenschaftlichen Instrumenten aus.










