Erste Angebote ab Ende Oktober

Die nächste Großbank will deutsche Sparer gewinnen

Aktualisiert am 08.10.2026 – 17:51 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Paar prüft ein Bankangebot (Symbolbild): Die französische Großbank Crédit Agricole hat vor allem eine Gruppe besonders im Visier. (Quelle: Hispanolistic/getty-images-bilder)

Nach JPMorgan drängt eine weitere Großbank auf den deutschen Privatkundenmarkt. Crédit Agricole startet mit Sparprodukten, aber ohne Tagesgeld-Offensive.

Die französische Großbank Crédit Agricole will in Deutschland expandieren und erweitert dazu ihr Angebot durch eine Universalbank für Privatkunden. Erste Angebote für Verbraucher sollen bis Ende Oktober starten, wie das Geldhaus am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Ein besonderer Fokus solle auf vermögenden Kunden liegen.

Damit stößt ein weiteres großes ausländisches Finanzinstitut auf den umkämpften deutschen Markt für Privatkunden vor. Zuletzt war auch die US-Großbank J.P. Morgan Chase auf Kundenfang in der Bundesrepublik gegangen. Crédit Agricole plant zum Start „Banking-Produkte für den Alltag“ wie Girokonten und Sparprodukte. Aggressive Tagesgeldangebote, wie sie derzeit von Konkurrenten für einen bestimmten Zeitraum lanciert werden, seien hingegen nicht geplant.

Deutscher Bankenmarkt ist hart umkämpft

Crédit Agricole ist seit Jahrzehnten in Deutschland aktiv, konzentrierte sich bislang jedoch im Wesentlichen auf Großkunden. Für das Jahr 2027 ist der weitere Ausbau des Angebots geplant, um eine Vollbank zu werden. „Deutschland ist von zentraler Bedeutung für unsere europäischen Ambitionen“, erklärte Vorstandschef Olivier Gavalda vor Journalisten in Frankfurt.

Einfach dürfte der Einstieg nicht werden. Die deutsche Bankenlandschaft mit den Platzhirschen Deutsche Bank und Commerzbank sowie Sparkassen und Volksbanken ist stark zersplittert und Analysten zufolge durch zu viele Institute gekennzeichnet, die bereits in einem harten Wettbewerb stehen.

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