90 Mitarbeiter betroffen

Modekette kämpft ums Überleben – nach 162 Jahren

08.10.2026 – 18:23 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Innenstadt von Biberach in Baden-Württemberg: Dort hat die regionale Modekette Keller-Warth ihren Hauptsitz. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/fotoping)

In vielen Städten Baden-Württembergs gehört die Modekette Keller-Warth schon lange zum Stadtbild. Nun geht es um die Existenz der traditionsreichen Firma.

Nach 162 Jahren Unternehmensgeschichte muss die regionale Modekette Keller-Warth nun um ihre Zukunft kämpfen. Die Firma mit Sitz im baden-württembergischen Biberach hat beim Amtsgericht Ravensburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt, wie „Bild“ berichtet. Keller-Warth betreibt 14 Filialen an sieben Standorten, darunter Ravensburg, Freiburg und Überlingen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Winterhoff soll nun den Rahmen für eine Fortführung des Geschäftsbetriebs schaffen, heißt es.

„Die Marktbedingungen im stationären Modehandel haben sich grundlegend verändert – und darauf müssen auch wir reagieren“, sagte Geschäftsführer Günter Warth „Bild“. Die Folgen der Corona-Pandemie, rückläufige Kundenfrequenz in den Innenstädten und gestiegene Kosten hätten das Unternehmen in eine finanzielle Schieflage gebracht. „Unsere über viele Jahre gewachsenen Strukturen sind unter den heutigen Bedingungen nicht mehr überall tragfähig“, so Warth.

Keller-Warth insolvent: 90 Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

Keller-Warth wurde 1864 gegründet und wird aktuell in der fünften Generation von Günter Warth geführt. Besonders bitter sei die Situation für die rund 90 Mitarbeiter, die nun um ihre Jobs bangen müssten. „Ein Unternehmen mit einer so langen Geschichte zu führen, ist für mich mit großer Verantwortung verbunden“, erklärte Warth. Der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze habe für ihn Priorität.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Winterhoff, ein Rechtsanwalt aus Ulm, soll laut Warth die Voraussetzungen dafür schaffen, dass „diese Geschichte weitergeht“. Der Geschäftsbetrieb in allen Filialen soll vorerst aufrechterhalten werden.

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