Krankmeldungs-Affäre
SPD-Kandidatin zieht nach Wahlkampf-Skandal Konsequenzen
Aktualisiert am 13.04.2026 – 17:22 UhrLesedauer: 1 Min.
Obwohl eine SPD-Politikerin krankgeschrieben war, machte sie Wahlkampf. Dafür gab es Kritik. Nun zieht sie Konsequenzen.
Uta Francisco dos Santos hat am Montag ihre Kandidatur für das Bezirksbürgermeisteramt in Berlin-Mitte zurückgezogen. Die SPD-Politikerin war in die Kritik geraten, weil sie trotz Krankmeldung Wahlkampf betrieben hatte.
Ihr Anwalt gab den Rückzug in ihrem Namen bekannt. Francisco dos Santos selbst begründete den Schritt mit einer „medialen Kampagne zu meiner Person, an der vor allem rechte Medien beteiligt sind“. Mit ihrem Rückzug wolle sie ihre Familie und sich selbst als Person schützen.
Zuvor hatte ihr Anwalt für sie erklärt, sie sei seit längerer Zeit krankgeschrieben. Ein ärztliches Attest bescheinige ihr jedoch, dass ihr ehrenamtliches Engagement – einschließlich der Kandidatur – den Genesungsprozess nicht behindere.
Die Spitze des SPD-Kreisverbands Berlin-Mitte ließ das nicht gelten. Sie warf Francisco dos Santos vor, nicht transparent mit dem Thema umgegangen zu sein und offene Fragen nicht geklärt zu haben. Ein Rückzug sei daher nötig – und ein Nachfolger müsse schnell gefunden werden.
Für die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung bleibt Francisco dos Santos allerdings im Rennen. Im November war sie auf Platz eins der SPD-Liste gesetzt worden – und damit automatisch auch Kandidatin für das Bürgermeisteramt geworden. Die Berliner Wahl zum Landesparlament und die Bezirkswahlen finden gemeinsam am 20. September statt.










