Ihm drohen 20 Jahre Haft
Rapper Mystikal gesteht Vergewaltigung
20.03.2026 – 07:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Grammy-nominierte Rapper Mystikal steht vor Gericht. Der 55-Jährige hat in einem Vergewaltigungsfall ein Geständnis abgelegt.
In den späten 1990er und frühen 2000er Jahren gehörte Michael Tyler, bekannt als Rapper Mystikal, zu den gefragtesten Namen im Hip-Hop der US-Südstaaten. Hits wie ‚Shake Ya Ass‘ und ‚Danger (Been So Long)‘ machten ihn einem breiten Publikum bekannt. Vor einem Gericht in Louisiana hat er sich nun in einem Vergewaltigungsfall schuldig bekannt.
Wie der Sender ‚WBRZ‘, eine Tochtergesellschaft des US-Kanals ABC, berichtete, drohen dem Musiker bis zu 20 Jahre Haft. Auch die US-amerikanische Zeitschrift „People“ hatte Einblick in die Gerichtsakten. Das Strafmaß soll im Juni verkündet werden. Die ursprüngliche Anklage war umfangreicher: Mystikal war wegen Vergewaltigung ersten Grades, Körperverletzung inklusive Würgen, Raub und Freiheitsberaubung angeklagt. Im Rahmen eines Deals bekannte er sich schließlich der Vergewaltigung dritten Grades schuldig. Ohne diesen Deal hätte ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe gedroht.
Im Gegensatz zu Deutschland, kann in den USA eine Vergewaltigung in Grade eingeteilt werden. Dabei handelt es sich um einen juristischen Begriff. Die genaue Definition variiert je nach Bundesstaat. Im Allgemeinen handelt es sich bei einer Vergewaltigung ersten Grades (auf Englisch: „Rape in the first degree“) um die schwerste Form der Vergewaltigung.
Dem Rapper wurde vorgeworfen, im Jahr 2022 eine Frau in seinem Haus geschlagen, gewürgt und beraubt zu haben. Bevor er sie gehen ließ, zwang er sie dem Bericht zufolge außerdem dazu, ihm Geld über eine Bezahl-App zu überweisen. Es ist nicht das erste Mal, dass Mystikal mit dem Gesetz in Konflikt geriet. Im Jahr 2004 saß er wegen der sexuellen Nötigung seiner Friseurin im Gefängnis, verbüßte sechs Jahre und wurde nach seiner Entlassung als Sexualstraftäter registriert. Im Jahr 2012 folgte eine dreimonatige Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt. Fünf Jahre später wurde er erneut wegen Vergewaltigung und Entführung angeklagt, der Fall wurde jedoch fallen gelassen.
Musikalisch hatte Mystikal in seiner Hochphase mehrere Grammy-Nominierungen erhalten: neben ‚Shake Ya Ass‘, an dem Pharrell Williams beteiligt war, auch für das Album ‚Tarantula‘ und die Single ‚Bouncin‘ Back‘ im Jahr 2003.












