Drei Monate alter Säugling
Mutter soll Baby getötet haben – Haftbefehl
26.06.2026 – 14:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Frau meldet ihren kleinen Sohn als vermisst – dann wird der Säugling an einem Bach tot aufgefunden. Nun erhärtet sich ein Verdacht.
Im Fall des toten Säuglings, der vergangene Woche in Renningen bei Stuttgart gefunden worden war, hat die Polizei am Freitagmorgen die 32 Jahre alte Mutter festgenommen. Wie die Beamten mitteilten, besteht nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung nunmehr der Verdacht, dass die Frau ihr Kind getötet hat.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde die Verdächtige einem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Die Frau wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Auf welche Weise sie ihr Baby getötet haben soll, teilten die Beamten nicht mit.
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Die Mutter hatte den drei Monate alten Säugling am vergangenen Donnerstag zunächst als vermisst gemeldet. Ein Polizeihubschrauber und Drohnen stiegen auf, Polizei und Rettungskräfte suchten mit zahlreichen Hunden nach dem kleinen Jungen.
Einführung offenbar nur vorgetäuscht
Im Raum stand eine mögliche Entführung. Die Mutter behauptete, das Kind habe zuletzt unbeaufsichtigt in einem Kinderwagen an ihrer Wohnanschrift gelegen. Als die Polizei kam, war der Kinderwagen leer. Später wurde die Leiche am Ortsrand von Renningen im Bereich eines Bachs gefunden.
Zwischenzeitlich wurde wegen Vortäuschens einer Straftat gegen die Mutter ermittelt. Die Beamten verdächtigten die Frau, das tote Kind selbst am Fundort abgelegt und sich die Geschichte mit dem auf einmal leeren Kinderwagen bloß ausgedacht zu haben.
Mithilfe von speziellen Vermessungen am Fundort der Leiche haben Experten des Landeskriminalamts zuletzt ein dreidimensionales Modell erstellt. Dadurch können sich mögliche Abläufe rekonstruieren lassen. Zudem werden mehrere Zeugenhinweise ausgewertet.











