Religiöser Höhepunkt
Was ist eigentlich das Zuckerfest?
Aktualisiert am 30.03.2025Lesedauer: 2 Min.
Am Ende des Ramadan feiern Muslime ein großes Fest. Es ist einer der religiösen Höhepunkte der Gläubigen im Jahr. Was hat der Feiertag aber mit Zucker zu tun?
Nach einem Monat Fasten geht für Muslime auf der ganzen Welt der Ramadan zu Ende – mit einem dreitägigen Fest.
Mit dem Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) beenden Muslime weltweit den Fastenmonat Ramadan. Es wird auch Ramadanfest genannt und dauert je nach Land und Region zwei bis drei Tage. Im Türkischen wird es auch Zuckerfest (Şeker Bayramı) genannt, weil Kinder Süßigkeiten geschenkt bekommen.
Der Beginn des Fests variiert von Jahr zu Jahr, da dieses von den Mondphasen abhängt. 2025 feiern Muslime das Zuckerfest vom 30. bis 31. März. Weil der Termin für den Ramadan nach dem Mondkalender berechnet wird, verschiebt sich auch der Zeitpunkt für das Zuckerfest in jedem Jahr.
Das Zuckerfest gehört mit dem Opferfest (Eid al-Adha) zu den bedeutendsten Festlichkeiten im Islam. Gläubige bitten Allah darum, ihre Gebete und Mühen während des Ramadan anzuerkennen und Fehler zu verzeihen.
Mit dem Zuckerfest drücken Moslems ihre Freude darüber aus, dass sie die Entbehrungen des Fastenmonats Ramadan gemeistert haben. Der Fastenmonat ist damit offiziell beendet und Muslime dürfen wieder bei Tageslicht essen.
Eine wichtige religiöse Pflicht zum Zuckerfest ist das Festgebet am Morgen des ersten Festtages. Dazu kleiden sich die Gläubigen festlich und treffen sich in der Moschee zum gemeinsamen Beten. Im Anschluss an die Gebete entrichten viele Muslime Spenden (Zakat), die bedürftigen Mitgliedern der Gemeinde zugutekommen.
Anschließend versenden Muslime Glückwünsche zum Zuckerfest: Sie verschicken Gruß-SMS oder Postkarten und wünschen „Alles Gute zum Eid“. Weil das Zuckerfest ein Fest der Familie ist, gehören zu den Feiertagen Verwandtenbesuche dazu.












