
Doch damit nicht genug. Hinzu kommt eine jährliche Leihgebühr, die Bayern für die Pandas an China entrichten muss. Wie hoch diese genau ist, konnte Söder nicht sagen. Er gehe – Stand jetzt – von einer halben bis einer Million Euro aus. Macht auf zehn Jahre gerechnet noch einmal fünf bis zehn Millionen Euro. Geld, das allerdings gut angelegt sei. „Weil es nicht nur eine Münchner, sondern eine bayernweite Attraktion ist“, argumentierte der Ministerpräsident.
Münchens Dritte Bürgermeisterin und Vorstandsvorsitzende des Tierparks in Personalunion, Verena Dietl (SPD), sagte, die Unterhaltskosten für die Tiere – etwa für Futter oder Tierarztkosten – wolle man durch höhere Besuchereinnahmen infolge eines gesteigerten Andrangs abdecken. Und Söder ergänzte: „Es wird einen ganz schönen Run geben. Die Leute werden Schlange stehen.“
Entstehen soll die rund 5.000 Quadratmeter große Panda-Anlage laut Tierparkdirektor Rasem Baban im Herzen der Geozone Asien im östlichen Teil des Zoos. Dafür sollen die Lamas in das Mühlendorf umgesiedelt und die Paviane abgegeben werden. „Aber nicht nach Nürnberg“, konnte sich Söder einen kleinen Seitenhieb an den dortigen Tiergarten, der im vergangenen Jahr zwölf gesunde Tiere erschießen ließ, nicht verkneifen.
Der chinesische Botschafter Deng Hongbo, der für die Bekanntgabe am Mittwoch extra nach München gekommen war, sprach von einer „guten Kooperation“ und einem „wichtigen Impuls“ für die zukünftige Entwicklung der Beziehung zwischen China und Bayern. Riesenpandas seien ein nationaler Schatz, den die Volksrepublik mit der ganzen Welt teile. Die Tiere seien ein Symbol der Freundschaft und des Friedens.










