Oktoberfest 2026
Bericht: Münchner Wirt scheitert bei Wiesn-Zelt-Vergabe
29.04.2026 – 08:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Münchner Gastronom ist mit seinen Bewerbungen für zwei große Oktoberfest-Zelte offenbar gescheitert. Das letzte Wort scheint jedoch noch nicht gesprochen.
Der Wirtschaftsausschuss der Stadt München hat laut Informationen der „Bild“ und der „Abendzeitung“ am Dienstag über die Zelt-Vergabe für das Oktoberfest 2026 beraten. Der Münchner Gastronom Alexander Egger sei dabei mit seinen Bewerbungen für zwei große Wiesn-Zelte durchgefallen, schreibt die „Bild“.
Egger, der sich für das Paulaner-Zelt und die Bräurosl beworben hatte, landete demnach auf dem letzten Platz von elf Bewerbern. Der Münchner Wirt betreibt seit 2022 das kleine „Münchner Stubn“-Zelt auf der Wiesn. Dabei soll es laut den Medienberichten auch in diesem Jahr bleiben.
Egger hat zudem bereits am 16. April bei der Regierung von Oberbayern einen Antrag zur Überprüfung des städtischen Vergabeverfahrens für die Zelte beziehungsweise die Wirte auf dem Oktoberfest eingereicht. Die Vergabekammer Bayern prüft diesen noch. Im Gespräch mit der „AZ“ kündigten die Anwälte von Egger bereits an, bis in die letzte Instanz zu gehen.
Der Antrag richtet sich gegen die beabsichtigte Zuteilung des Paulaner-Festzelts und der „Schottenhamel“-Festhalle an die vorgesehenen Wirte. Egger fordert, dass die Stadt München bei der Zuteilung der zentralen Zelte künftig europäisches Vergaberecht anwenden muss. Damit könnte eine EU-weite Ausschreibung der Standplätze für das traditionsreiche Anzapfzelt Schottenhamel sowie das Paulaner-Festzelt erforderlich werden.
Die Stadt München vergibt die Plätze für die Zelte bisher nach einem Punktesystem, das gelegentlich kritisiert und von der Stadt immer wieder angepasst wurde. Um die Vergabe von Zelten wurde auch schon vor Gericht gestritten. Die Forderung nach einer EU-weiten Ausschreibung ist aber neu.











