Drama um gestrandeten Wal
„Heute geht es los“ – Münchner Millionär äußert sich zur Wal-Rettung
19.04.2026 – 12:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Rettung von Buckelwal Timmy soll jetzt beginnen. Einer der Geldgeber spricht von einem entscheidenden Moment – doch es gibt Probleme.
Im Drama um den gestrandeten Buckelwal Timmy soll am Sonntag der entscheidende Schritt folgen. „Heute geht es los“, sagte der Münchner Unternehmer und Mitfinanzier Walter Gunz der „Bild“. Nach weiteren Untersuchungen solle begonnen werden, das Tier „in die richtige Richtung zu bewegen“.
Gunz setzt dabei auch auf ungewöhnliche Hilfe: „Unser Wal-Flüsterer Sergio Bamberen hat ja schon einen tollen Kontakt zu ihm aufgebaut. Der Wal antwortet ihm.“ Für den Ablauf brauche es nun „noch Glück“.
Allerdings kommt es bereits zu ersten Problemen. Der Meeresboden unter dem Schlick ist offenbar härter als erwartet. Ein eingesetzter Bagger kommt laut Bericht deshalb langsamer voran, was den Start der eigentlichen Rettung verzögert.
Währenddessen wird Timmy weiter versorgt. Am Morgen trugen Helfer eine dicke Schicht Creme auf den Rücken des Tieres auf. Bereits zuvor war der Wal mit Zinksalbe behandelt worden, um seine Haut zu schützen.
Der Plan sieht vor, den Wal freizuspülen, mit Luftkissen anzuheben und auf einer Plane zwischen zwei schwimmenden Plattformen abzutransportieren. Ein Schlepper soll das Tier anschließend Richtung Nordsee ziehen.
Fachleute hatten diese Art der Rettung zuvor kritisch bewertet. Der Wal ist geschwächt, die Belastung durch Transport und Umlagerung gilt als hoch. Einige Experten plädierten daher dafür, das Tier nicht weiter zu stressen und ihm ein natürliches Ende zu ermöglichen.
Die Behörden machten deutlich, dass die Verantwortung für den Rettungsversuch bei den privaten Initiatoren liegt. Gleichzeitig heißt es aus der Politik, eine Überlebenschance könne nicht vollständig ausgeschlossen werden. Ohne Eingreifen würde der Wal jedoch sicher sterben.
Der Buckelwal liegt seit Ende März in flachem Wasser vor der Ostseeinsel Poel fest. Seit Wochen verfolgen Beobachter bundesweit sein Schicksal.











